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Britischer Industrieverband warnt vor GPL-Lizenzierung

20.06.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In der Diskussion um den Einsatz von Open-Source-Software in britischen Behörden hat der einflussreiche Industrieverband Intellect vor der General Public License (GPL) gewarnt. Hintergrund sind Pläne der Briten, Software, die für die öffentliche Verwaltung entwickelt wird, grundsätzlich unter die Lizenzbedingungen der GPL zu stellen. Dieses Vorhaben würde Anbieter kommerzieller Software vor Probleme stellen, argumentiert Intellect. Sie müssten damit rechnen, dass ihre bislang durch andere Lizenzen geschützten technischen Entwicklungen auf diesem Weg an die Öffentlichkeit gelangten. Die öffentliche Hand würde zudem daran gehindert, abgeleitete Softwareprodukte kommerziell zu verwerten. Darüber hinaus bestände die Gefahr, dass Behörden mit der Offenlegung des Quellcodes möglicherweise auch vertrauliche Informationen zugänglich machen. Zu den Mitgliedern des Intellect-Verbands zählen unter anderem Microsoft, IBM und Intel. (wh)