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Britische Regierung will IT-Ausgaben um 13 Prozent steigern

27.08.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Entgegen dem gegenläufigen Trend in der Privatwirtschaft plant die britische Regierung bis 2003 ihre IT-Ausgaben um zirka 13 Prozent jährlich zu steigern. Damit ist der Bereich Öffentliche Verwaltung laut einer Studie von "Computer Weekly"/"Kew", was das Wachstum auf dem IT-Sektor anbelangt, 2001 eine der am schnellsten anwachsenden Bereiche auf der Insel. Großbritanniens Gesamtausgaben für IT hingegen sollen laut Untersuchung in diesem Jahr von elf Prozent zwischen Januar und März auf zirka sechs Prozent in den letzten drei Monaten zurückgehen. Ein steigendes Wachstum wird erst ab 2003 wieder erwartet.

Die britische Regierung hat sich vor allem zum Ziel gesetzt, ihre IT-Struktur im Gesundheitswesen auf den neuesten Stand zu bringen. Während dieser Bereich normalerweise für seine Hard- und Software rund 950 Millionen Euro jährlich aufwendet, sollen bis 2004 zusätzliche zwei Milliarden Euro investiert werden, um etwa Allgemeinärzte ins Internet zu bringen oder Patientenakten zu digitalisieren.

Obwohl der Markt gerade jetzt Qualität und Stabilität von Regierungs-Budgets im Gegensatz zur Sprunghaftigkeit von privatwirtschaftlichen Haushalten zu schätzen weiß, profitieren davon aber nur wenige IT-Firmen. Außerdem nehmen sich selbst die 18,2 Milliarden Euro, die die britische Regierung in kommendem Jahr ausgeben will, vergleichbar gering aus. Ihnen stellt sich eine Summe von über 95 Milliarden Euro entgegen, die Großbritanniens Unternehmen 2001 für IT investieren. Einen entsprechend höheren Einfluss auf die wirtschaftliche Situation der IT-Branche hat damit etwa der gegenwärtige Investitionsrückgang von Finanzdienstleistern oder des Einzelhandels.