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Britische OLED-Firma Cambridge Display Technology will an die Nasdaq

03.08.2004

Das auf Polymer-basierte OLEDs (Organic Light-Emitting Diode) spezialisierte Unternehmen Cambridge Display Technology ( CDT ) Ltd. hat in der vergangenen Woche bei der US-Börsenaufsicht SEC einen Antrag auf Zulassung an der Technologiebörse Nasdaq gestellt. Die Erlöse aus dem IPO (Initial Public Offering) will das Technologie-Spinoff der Cambridge University nutzen, um sein Betriebskapital aufzustocken. Ein Teil der Einnahmen könnte zudem für Zukäufe und zur Schuldentilgung verwendet werden, gab das 1992 gegründete Unternehmen an.

Die OLED-Bildschirme bieten im Vergleich zu konventionellen Flüssigkristall-Monitoren strahlendere Farben, eine höhere Leuchtkraft und eine dünnere Bauform. Gleichzeitig sind sie wegen ihrer niedrigen Betriebsspannung besonders für batteriebetriebene Geräte geeignet. Als einfarbige Grafikdisplays werden sie beispielsweise schon bei Autoradios, Handys und Elektrorasieren eingesetzt.

Neben CDT tummeln sich auch Konzerne wie Eastman Kodak, Seiko Epson und Casio Computer im zukunftsträchtigen Markt für OLED-Displays. Nach Schätzungen der Marktforschungsfirma DisplaySearch wurden im vergangenen Jahr weltweit insgesamt 216,8 Millionen Dollar mit OLED-Displays umgesetzt. Bis 2008 sollen die Einnahmen jedoch bei einer mittleren jährlichen Wachstumsrate von 70 Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar ansteigen. Verglichen mit dem Gesamtvolumen der Branche von 97 Milliarden Dollar ist den OLEDs auch in fünf Jahren nur ein Nischendasein mit drei Prozent Markanteil beschert. (mb)