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Britische ISPs regulieren sich selbst

27.01.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Internet-Service-Provider (ISPs) aus Großbritannien wollen sich künftig noch stärker selbst kontrollieren und haben die Autorität der vor einigen Jahren ins Leben gerufenen Selbstregulierungsstelle Internet Watch Foundation (IWF) ausgebaut. Diese Organisation soll dafür sorgen, dass "potentiell krimineller" und rassistischer Inhalt aus dem Internet verschwindet. Gehen die ISPs mit den Aufforderungen der IWF konform, sollen sie vor Strafverfolgung geschützt werden.

Das Procedere sieht wie folgt aus: Die IWF wird den in ihrer Hotline eingehenden Beschwerden gegen verdächtige Internet-Seiten nachgehen. Sollte eine Website nach dem britischen Gesetz "kriminelles" Material beinhalten, wird die IWF den ISP, der diese Homepage hostet, zur Abschaltung der Seite auffordern. Der ISP muss der Aufforderung zwar nicht nachkommen, wird damit jedoch seine Immunität vor Strafverfolgung verlieren.