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Bizarres Geschäftsmodell

Brite klaut Bleidächer - mit Hilfe von Google Earth

Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
Der 27-jährige Brite Tom Berge hat Google Earth geschickt genutzt, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten - zumindest ein halbes Jahr lang.

Berge suchte Schulgebäude, Kirchen und Museen im Raum London mittels Google Earth nach Bleibedachungen ab. Der Bauarbeiter kletterte auf die Dächer und ließ die Metallteile einfach an Seilen herunter. Danach verkaufte er sie an Altmetallhändler. Berichten zufolge soll er innerhalb von sechs Monaten knapp 100.000 britische Pfund eingenommen haben. Gegenüber der Zeitung "Telegraph" berichtete ein Freund des Diebes, Berge habe die Dächer unterscheiden können, weil Bleiabdeckungen einen Tick dunkler wären als andere Metalle. Der Missetäter hat sich schuldig bekannt. Er erhielt eine Strafe von acht Monaten auf Bewährung und muss 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.