Papierloses Büro

Briefpost in der Cloud mit Dropscan digitalisieren

Diego Wyllie hat Wirtschaftsinformatik an der TU München studiert und verbringt als Softwareentwickler und Fachautor viel Zeit mit Schreiben – entweder Programmcode für Web- und Mobile-Anwendungen oder Fachartikel rund um Softwarethemen.
Mit "Dropscan” gibt es einen innovativen Cloud-Dienst, der den Traum des papierlosen Büros realisieren möchte.
Dropscan möchte das papierlose Büro ein Stück näher bringen.
Dropscan möchte das papierlose Büro ein Stück näher bringen.
Foto: Diego Wyllie

Funktionalität: Seit Jahren träumen Softwarehersteller und Anwenderunternehmen von einem papierlosen Büro. Dazu gehört Belege, Rechnungen, Geschäftsdokumente und Unterlagen jeglicher Art digital zu archivieren und mit Hilfe entsprechender Dokumenten-Management-Systeme professionell verwalten und von überall zugänglich machen zu können. Doch das papierlose Büro bleibt immer noch Mythos. Dropscan aus Berlin will das mit ihrem gleichnamigen Service nun ändern. Vermarktet als ein "digitaler Briefkasten” scannt der Service Briefpost, Dokumente, Belege und andere Papierunterlagen und stellt sie in der Cloud digital zur Verfügung. Der Clou: Jeder Kunde bekommt eine so genannte "Scanbox” mit einer eigenen Postadresse in Berlin, an die die Unterlagen zum Digitalisieren geschickt werden. Mit einem Nachsendeauftrag können Anwender ihre gesamte Post weiterleiten oder die Scanbox-Adresse auch direkt an Kunden, Lieferanten, Freunde, etc. weitergeben.

Installation: Der Dienst ist komplett Web-basiert, so dass keine Installation erforderlich ist. Nach einer kostenlosen Registrierung können Nutzer den Status ihrer Sendungen online verfolgen und auf die digitalisierten Dokumente zugreifen. Um den Service testen zu können, sind die ersten fünf Sendungen beziehungsweise die ersten 50 Scans laut Anbieter kostenlos.

Bedienung: Wie der Hersteller erklärt, kann man die Scanbox als eine Art persönlicher Scanner verstehen. Dieser steht bloß nicht im eigenen Büro, sondern in der Cloud und wird über den Browser bedient. Sobald eine Sendung beim Anbieter eintrifft, wird der geschlossene Umschlag eingescannt und der Kunde per E-Mail benachrichtigt. Dieser kann bei jeder einzelnen Sendung entscheiden, was damit geschehen soll. Sendungen können geöffnet und deren Inhalt digitalisiert , an eine beliebige Adresse weitergeleitet (falls man die Briefpost in Papierform behalten möchte) oder direkt vernichtet werden (bei Werbung zum Beispiel).

Fazit: Dropscan dürfte einer der innovativsten Cloud-Dienste sein, die die blühende Startup-Szene Berlins zu bieten hat. In einem Land wie Deutschland, in dem die Skepsis gegenüber Cloud-Angeboten aufgrund von Unsicherheiten bezüglich Datenschutz und Sicherheit besonders groß ist, wird der in April dieses Jahres lancierte Service sicherlich keinen leichten Start haben. Ob es dem Unternehmen tatsächlich gelingt, der langersehnte Traum des papierlosen Büros tatsächlich wahr werden zu lassen, muss sich noch zeigen - das Potenzial dazu wäre jedenfalls vorhanden.

Dropscan

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Hersteller

Dropscan GmbH

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Sprache

Deutsch

Preis

Ab 20 Euro netto pro Monat. Siehe Preis-Details.

System

Web

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