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Breitbandiges Internet hat es schwer in Europa

05.02.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Wenn die europäischen Internet-Service-Anbieter ihre Preise für Hochgeschwindigkeits-Internet-Anschlüsse nicht senken, werden im Jahr 2005 nur magere zehn Prozent der Haushalte in Frankreich, Deutschland und Großbritannien über einen Breitbandzugang verfügen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Marktforschungsunternehmens Gartner. In den USA lag der Anteil bereits Ende 2001 bei rund 13 Prozent.

Die Europäer wissen zwar, dass ein Web-Zugang via Kabel oder ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line) schneller als schmalbandige Verbindungen ist, sehen diese Technologie jedoch nicht als notwendig an. Um eine Verbreitung der Breitband-Anschlüsse zu beschleunigen, müssten die Internet-Service-Provider (ISPs) ihre monatlichen Gebühren von derzeit 45 bis 60 Euro auf unter 30 Euro senken, raten die Analysten von Gartner.

Die Ergebnisse der Untersuchung decken sich mit einer Studie der Marktforschungsgesellschaft Forrester. Ihrer Analyse zufolge verfügen derzeit vier Prozent der europäischen Haushalte über einen Breitband-Internet-Zugang. (ka)