Open Virtualization Alliance

Branchenriesen machen sich für KVM stark

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Sieben Schwergewichte der IT-Branche haben sich zur Open Virtualization Alliance zusammengeschlossen.

BMC Software, IBM, Hewlett-Packard (HP), Intel, Red Hat, SUSE und Eucalyptus Systems wollen im Rahmen des Zusammenschlusses die Nutzung von offenen Virtualisierungstechnologien wie der Kernel-based Virtual Machine (KVM) vorantreiben. Das Konsortium plant, weitere Unternehmen und Entwickler für die Technologie zu gewinnen und anhand von erfolgreichen Kundenimplementierungen den Nutzen der Technologie herauszustellen. Gleichzeitig ist es Ziel, das Konzept der Interoperabilität stärker ins Bewusstsein von Öffentlichkeit und Unternehmen zu rücken.

KVM ist im Linux-Kernel implementiert und kann virtuelle Maschinen von sowohl Linux wie auch Windows hosten. Es nutzt die in neueren Prozessoren von Intel und AMD eingebauten Techniken zur Hardware-Unterstützung für Virtualisierung und zeichnet sich durch hohe Performance und einen minimalen Overhead aus. KVM hat damit den früher populären Open-Source-Hypervisor Xen weitgehend ausgebootet.

Die Open Virtualization Alliance zielt klar gegen die marktbeherrschenden proprietären Lösungen von VMware und Microsoft, die logischerweise auf der illustren Liste der Gründungsmitglieder fehlen. Ob damit KVM eine stärkere Marktposition als bisher erreichen kann, bleibt allerdings abzuwarten.