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Branche kritisiert Abmahnungen an Internet-Anbieter als populistisch

17.07.2006
Der derzeitigen Abmahnungen von Verbraucherzentralen an Musik- und Software-Anbieter wegen rechtswidriger Klauseln ist vom Hightech-Verband BITKOM als "reiner Populismus" kritisiert worden.

Differenzierte Nutzerrechte führten zu einer breiten Angebotspalette mit vielfältigen Preismodellen im Handel mit digitalen Inhalten. "Das ist nicht schädlich, sondern gut für den Kunden", sagte BITKOM-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder am Montag in Berlin. Der Kunde entscheide letztlich frei, welches Angebot er annehme.

Dagegen sieht der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) die Rechte der Internetnutzer massiv in Gefahr, weil Musik-, Film- und Buchanbieter mit entsprechenden Klauseln die Verwendung digitaler Medien einschränkten (siehe "Verbraucherzentralen: Rechte der Internetnutzer massiv in Gefahr"). Die Verbraucherzentralen verschickten daher Abmahnungen an die vier großen Anbieter iTunes, T-Com, Nero und ciando. Sie sollen bestimmte Klauseln aus ihren Internetverträgen entfernen. Sonst drohe ihnen eine Klage des Bundesverbandes. (dpa/tc)