Cloud-Aktien steigen

Box denkt wieder über ein IPO nach

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Der Cloud-Speicheranbieter Box hat seine Pläne für einen Börsengang revitalisiert.

Box hatte schon Ende März ein S1-Filing bei der US-Börsenaufsicht SEC publik gemacht - ein denkbar schlechtes Timing, wie das Blog "Re/code" schreibt, weil damals die Aktien aller möglichen Cloud-Firmen an den US-Börsen abschmierten und Box dadurch gezwungen war, das IPO erstmal auf Eis zu legen. Mittlerweile habe sich die Lage aber deutlich verbessert und Box denke jetzt ernsthaft darüber nach, seinen Börsengang bis Juli oder August abzuschließen.

Box-Chef Aaron Levie wittert IPO-Morgenluft.
Box-Chef Aaron Levie wittert IPO-Morgenluft.
Foto: Robert Scoble

Dazu müsste die Company den Börsenprospekt mit Zahlen zum Ende April abgeschlossenen Quartal aktualisieren, daran sollte sich eine Roadshow und die Festlegung der Preisspanne für die Emission anschließen - immer vorausgesetzt der Cloud-Sektor fällt nicht wieder signifikant. In dem Falle würde Box vermutlich noch eine Finanzierungsrunde mit privaten Anlegern einschieben müssen.

Im ursprünglichen Filing hatte nicht zuletzt die kräftige Burn Rate für Aufsehen gesorgt - die Kombination aus Marketing- und Betriebskosten summiert sich im Schnitt auf 17,5 Millionen Dollar im Monat. Box-CEO Aaron Levie hatte schon früher erklärt, den Umsatz künftig unter anderem über stärkeren Wiederverkauf durch Partner sowie branchenspezifische Angebote steigern zu wollen. Box hatte erst im vergangenen Monat einen Abschluss mit GE vermeldet und damit bewiesen, dass es auch die größten Konzerne der Welt als Kunden gewinnen kann.

Box bietet Services für das Speichern von Daten und Dokumenten in der Cloud an - nicht unähnlich Dropbox, aber mit stärkerem Fokus auf Firmenkunden. Gerade erst hat Box das Startup Streem gekauft. Das hat eine Technik entwickelt, um in der Cloud gespeicherte Inhalte bei Bedarf auf den Desktop des Nutzers zu "streamen".

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