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Borland rutscht in die roten Zahlen

30.04.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Tool-Softwarefirma Borland hat für ihr Ende März abgeschlossenes Quartal einen Nettoverlust von 17,7 Millionen Dollar oder 22 Cent pro Aktie ausgewiesen im Vergleich zu 4,5 Millionen Dollar oder sechs Cent je Anteilschein Gewinn im Vorjahreszeitraum. Abzüglich Sonderbelastungen betrug der Proforma Gewinn 180.000 Dollar oder Break-even pro Aktie nach 6,1 Millionen Dollar oder acht Cent vor Jahresfrist.

Gleichzeitig gingen die Einnahmen im Jahresvergleich um 30 Prozent auf 74,4 Millionen Dollar zurück. CEO (Chief Executive Officer) Dale Fuller wies darauf hin, dass der Umsatz am oberen Ende der zuletzt reduzierten Erwartung lag. Das Unternehmen sei aber von wirtschaftlichen und geopolitischen Faktoren abgestraft worden und habe speziell im letzten Quartalsmonat und den USA eine Reihe geplanter Deals nicht abschließen können. Eine Prognose für das restliche Geschäftsjahr wollte Borland angesichts der weiterhin unsicheren Lage nicht abgeben.

Zwecks Optimierung der Finanzberichterstattung hat Borland seine existierenden und zugekauften Produkte neu gegliedert. Der Bereich Design Business umfasst StarTeam, CalibreRM und Together Control, in der Sparte Development Business finden sich die Java- und RAD-Tools, und die Abteilung Deployment Business schließlich enthält Application Server und Embedded-Datenbank.

Fuller nutzte die Bilanzpräsentation, um die Fokussierung Borlands auf das Thema Application Lifecycle Management herauszustellen. Im kommenden Monat werde man den JBuilder 9 herausbringen, noch im laufenden Quartal ein neues Enterprise Studio for Java und gegen Ende des Jahres eine neue Delphi-Version für Win32 und .Net. (tc)