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Borland rechnet mit Entlassungen Kahn: Wir haben uns im Kampf gegen Microsoft ueberanstrengt

15.04.1994

SAN MATEO (IDG) - Borlands Verkauf von "Quattro Pro" an Novell laesst die Geruechtekueche brodeln - zumindest in den USA. Analysten rechnen sowohl mit personellen als auch mit produktbezogenen Umstrukturierungen.

Der Verkauf der Tabellenkalkulation Quattro Pro und die Lizenzierung der Datenbank "Paradox" an den Netware-Anbieter Novell entfacht rege Diskussionen bei US-Marktforschern. Grund fuer die Aufregung: Philippe Kahn, Gruender und CEO der Borland International Inc., hatte kuerzlich bekanntgegeben, dass aufgrund der reduzierten Aktivitaeten moeglicherweise auch interne Umstrukturierungen erfolgen muessten.

Nach Angaben der CW-Schwesterpublikation "Infoworld" plant Kahn, demnaechst viele Mitarbeiter zu entlassen, wollte dazu jedoch keine naeheren Angaben machen. Analysten erwarten "Infoworld" zufolge eine Reduzierung der Borland-Belegschaft um rund 2000 Angestellte. Schlechte Nachrichten auch fuer Borland-Aktionaere: Kahn rechnet, so "Infoworld", fuer das vierte Fiskalquartal mit einem Verlust. Geruechte ueber einen Verkauf des gesamten Unternehmens und einem bevorstehenden Rueckzug Kahns dementiert der Borland-Chef vehement. "Ich bin 100prozentig an Borland gebunden", so der CEO. "Infoworld" zufolge wird Borland rund 145 Millionen Dollar fuer den Spreadsheet-Verkauf verbuchen.

Vom Geschaeft mit Tabellenkalkulationen hat Borland offensichtlich genug. Vor allem der Preiskampf mit Microsoft hat Kahn dabei anscheinend zum Umdenken bewogen: "Wir haben uns verausgabt, als wir versuchten, mit Microsoft zu konkurrieren", lautete das Resuemee des CEO. Jeff Tarter, Redakteur bei der Zeitung "Softletter" aus Watertown, Massachusetts, ist davon ueberzeugt, dass Borland seine Programmiersprachen und Datenbanken in der Vergangenheit vernachlaessigt hat, um andere Projekte in den Vordergrund zu stellen: "Quattro Pro war einfach ein Fehlgriff."