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Börsengang von Spansion wenig prickelnd

19.12.2005
Der Börsengang von Spansion, dem Flash-Memory-Chips produzierenden Spinoff von Advanced Micro Devices (AMD) und Fujitsu, ist nicht sonderlich bewegt über die Bühne gegangen.

Im November hatte das Unternehmen noch angegeben, man wolle die Aktien zum Preis von 16 bis 18 Dollar veräußern. Beim Börsengang (Initial Public Offering = IPO) wechselten die Papiere aber lediglich zum Preis zwischen elf und 14 Dollar den Besitzer.

Spansion hat sich insbesondere die Produktion von Flashspeicher-Chips für Handys auf die Fahnen geschrieben. Auch Netzausrüster nutzen diese Chips gern und häufig, schreibt der Brancheninformationsdienst "Cnet". Spansion liegt in diesem Markt zwar hinter Intel an zweiter Stelle, trotzdem sind die Geschäftsbewegungen auf diesem Feld sehr unberechenbar.

Das zeigt sich auch in den Geschäftsergebnissen des AMD- und Fujitsu-Spinoffs. Das Geschäftsjahr 2003 zeitigte für Spansion noch einen Nettogewinn von 21 Millionen Dollar bei einem Umsatz von 962 Millionen Dollar. Ein Jahr später hatte sich der Umsatz mit 2,3 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt. Der Gewinn hatte sich wegen aggressiver Intel-Preise und verspätet auf den Markt gekommener Chip-Produkte von Spansion aber in einen Nettoverlust von 19,7 Millionen Dollar gewandelt. Im laufenden Jahr 2005 summierte sich der Verlust in den ersten neun Monaten auf 256,6 Millionen Dollar. Der Umsatz lag im gleichen Zeitraum bei 1,4 Milliarden Dollar. (jm)