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Börsengang von Google verändert Forbes-Ranking

02.02.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der geplante Börsengang des Suchmaschinenanbieters Google könnte in der vom Wirtschaftsmagazin "Forbes" veröffentlichten Midas-Liste zu einer deutlichen Veränderung der Rangfolge führen. Das Ranking wurde nach dem IPO von Netscape 1995 eingeführt und bewertet den jährlichen Erfolg von Wagniskapitalgebern. Sollte Googles Gang an die Börse die erwarteten 15 Milliarden Dollar einbringen, würde die beiden Investoren John Doerr von Kleiner Perkins Caufield & Byers und Michael Moritz von Sequoia Capital, die beide im Aufsichtsrat von Google sitzen, einen Sprung nach vorne machen. Doerr würde sich damit sogar an die Spitze der Midas-Liste setzen. Er hatte zum Beispiel den B2B-Auktionsspezialisten Freemarkets,

der vergangene Woche für 493 Millionen Dollar von Ariba gekauft wurde, 1999 für vier Milliarden Dollar an die Börse gebracht. Seit dem Rekordjahr 2000 ist die Zahl der IPOs, an denen Risikokapitalgeber beteiligt waren, von über 200 auf 29 im letzten Jahr gesunken. Der erzielte Durchschnittswert lag 2003 bei 285 Millionen Dollar. Die Experten von Forbes rechnen dieses Jahr noch mit weiteren Veränderungen in ihrer Midas-Rangliste, wenn auch die Start-ups Motive und Shopping.com zu börsennotierten Unternehmen werden sollen. (pg)