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BMC will nach Quartalsverlust bis zu 900 Stellen streichen

29.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - BMC Software will nach einem weiteren Verlust im ersten Geschäftsquartal 2003/2004 (Ende: 30. Juni) seine Restrukturierung fortsetzen. Nachdem die Zahl der Mitarbeiter im vergangenen Fiskaljahr bereits um 1260 auf rund 6800 gesunken war, plant der texanische Systems-Management-Softwareanbieter nun, weitere 13 Prozent der Belegschaft oder zirka 900 Angestellte auf die Straße zu setzen. Außerdem werden einige Firmenniederlassungen geschlossen und ein Teil der Entwicklungstätigkeit in Niedriglohnländer verlagert. Ziel der Restrukturierungsmaßnahmen ist es, die Betriebskosten um 25 Millionen bis 30 Millionen Dollar je Quartal zu senken. Der Schritt sei notwendig, um wieder ein vernünftiges Profitniveau zu erreichen, erklärte BMC-CEO Bob Beauchamp.

Das in Houston ansässige Unternehmen verbuchte in den Monaten April, Mai und Juni einen Nettoverlust von 6,1 Millionen Dollar oder drei Cent pro Aktie. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte die Softwareschmiede noch einen Gewinn von 5,2 Millionen Dollar oder zwei Cent je Aktie erzielt. Der Umsatz erhöhte sich im Jahresvergleich um zwei Prozent auf 309,9 Millionen Dollar. Zieht man jedoch die Zusatzeinnahmen von 54,1 Millionen Dollar in Folge der Übernahme des Helpdesk-Spezialisten Remedy ab, verbuchte BMC einen Rückgang um 16 Prozent. Die gemeinsamen Lizenzerlöse sanken um 21 Prozent auf 107,6 Millionen Dollar.

Die Texaner entsprachen mit den Zahlen den zuvor schon reduzierten Erwartungen. BMC hatte Anfang des Monats seine Prognosen für den Berichtszeitraum gesenkt. Als Begründung führte das Unternehmen damals an, dass wichtige Kunden ihre Kaufentscheidungen verschoben hätten (Computerwoche online berichtete). (mb)