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BMC forciert Open-Source-Strategie

13.03.2007
Der eigens als Chief Architect engagierte William Hurley soll die Pläne für ein quelloffenes System-Management entwickeln.

Hurley gilt als Veteran der Branche, war bei Apple und IBM tätig und arbeitete zuletzt als Chief Technology Officer (CTO) bei der Qlusters Inc., einem namhaften Open-Source-Anbieter aus dem Bereich System-Management. Zugleich zählt Hurley zu den Mitbegründern des Security-Management-Projekts "openSIM" und des Open Management Consortium. Seine neue Aufgabe sieht der Experte in erster Linie darin, eine Open-Source-Strategie zu entwickeln, die sowohl den kommerziellen Interessen von BMC als auch der Community gerecht wird. Einige Hersteller hätten bislang kaum mehr getan, als den Stempel Open Source für Marketing-Zwecke zu verwenden oder für ohnehin schlecht laufende Produktlinien das Ende der eigenen Entwicklungsarbeiten einzuläuten, indem man den Source-Code an die Community übergibt, so Hurley in einer Stellungnahme zu seinem neuen Job.

Was BMC in dieser Hinsicht angehe, könne er zum jetzigen Zeitpunkt zwar noch nicht viel sagen, er habe jedoch den Eindruck, dass es der Hersteller mit seinen Open-Source-Absichten ehrlich meine. Es gebe viele gute Beispiele, in denen die Balance zwischen den Belangen der Hersteller und der Community gewahrt wurde, in der Größenordnung von BMC sei ihm jedoch keines bekannt. BMC zählt neben Computer Associates, Hewlett-Packard und IBM/Tivoli zu den vier großen System-Management-Spezialisten und gilt unter diesen nun als erster Hersteller, der über den Weg von Open Source eine Antwort auf veränderte Marktbedingungen sucht: Vor allem im Segment kleiner und mittelständischer Anwenderunternehmen positionieren sich zunehmend Open-Source-Anbieter, die mit preisgünstigen Management- und Monitoring-Offerten antreten und deren Erweiterungen für neue oder individuelle Aufgaben in die Hände der Community legen. (ue)