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Bluetooth im Unternehmen? Kein Thema...

03.07.2001
Frost and Sullivan hat welweit 120 Großunternehmen zu ihren Bluetooth-Plänen befragt. Erst drei davon - alle aus Europa - testen die Technik. Trotzdem glauben die Auguren weiter an deren Erfolg.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Frost & Sullivan hat weltweit 120 Großunternehmen zu ihren Bluetooth-Plänen befragt. Das Ergebnis ist ernüchternd: Nur drei Anwender testen derzeit Produkte auf Basis der drahtlosen Nahbereichs-Funktechnik. Alle drei kommen aus Europa - aus Sicht der Auguren auch der Testmarkt für "Early Adopters". Die meisten anderen Unternehmen haben zunächst keine Pläne, Bluetooth-Technik zu beschaffen.

Laut Frost & Sullivan hat es die Industrie noch immer nicht ausreichend verstanden, die Vorteile (und Schwächen) von Bluetooth transparent zu machen. "Die Mehrheit der Anwender beschreibt Bluetooth als drahtloses LAN", erläutert Analyst Jan Ten Sythoff. "Auch wenn dies bis zu einem gewissen Grad zutrifft, weil sich die Techniken einander annähern - in vielen Bereichen unterscheiden sie sich auch enorm." Aufgrund der falschen Wahrnehmung hätten Unternehmen, die bereits IEEE-802.11b-Netze einsetzen, weniger Interesse an Bluetooth, so Ten Sythoff.

Der gegenwärtigen Verwirrung zum Trotz glauben die Auguren weiter an einen Erfolg von Bluetooth. "Wir sind zuversichtlich, dass die steigende Akzeptanz der Technik in der Handy- und PC-Industrie dazu beiträgt, dass die Umsätze von heuer unter zwei Milliarden Dollar bis zum Jahr 2006 auf 333 Milliarden Dollar steigen", heißt es in dem Bericht der Marktforscher. Im gleichen Zeitraum werde die Zahl der ausgelieferten Bluetooth-Geräte von 4,2 Millionen in fünf Jahren auf 1,01 Milliarden steigen.