Bleep, Bleep Android: Ein erster Blick aufs Google-SDK

13.11.2007
Am Freitag vorgestellt, am Montag gelauncht - nie war die Zeit zur Markteinführung eines Betriebssystems kürzer als bei Android, dem System das die Chimäre GPhone nutzen soll. Jetzt stehen SDK, API und unzählige Seiten Dokumentation für jedermann frei verfügbar im Netz - ein neuer Stern am Smartphone-Himmel geht auf. Wir ergründen, ob er schon bald in einem schwarzen Loch enden könnte.

Wie angekündigt startete die Open Handset Alliance gestern die erste "Early View"-Version ihres Software Development Kits für Android. Nicht mehr als 59 Megabyte ist der gezippte Download groß, den man sich als Programmierer oder Interessierter auf seinen Java-fähigen PC herunterladen kann. Das Paket beinhaltet alle wichtigen Tools, um Software für die am vergangenen Freitag angekündigte Handy-Softwareplattform programmieren zu können. Android-Programme werden ausschließlich in Java verfasst - eine umfangreiche und nach dem ersten Überblicken ziemlich vollständig erscheinende und sauber durchdokumentierte API lässt jedes Coder-Herz höher schlagen.

Im Herzen eines mit Android betriebenen Handsets wird ein angepasster Linux-Kernel (2.6) schlagen, der derzeit nur wenigen in der Open Handset Alliance organisierten Mitgliedern zur Verfügung steht. Auf ihm baut eine native Bibliothekensammlung auf, die den Hintergrund für elementare systemnahe bzw. ressourcenhungrige Funktionen des Systems liefert. Zu ihr zählt OpenGL|ES für die Darstellung von 3D-Grafik und Transparenzeffekten, ein SQLite-Datenbanksystem zur strukturierten Ablage von Informationen sowie die Browserbibliothek WebKit, die auch in Safari und Nokias MiniMap-Browser ihren Dienst verrichtet. Die wichtigste Bibliothek ist hinegegen die Android Runtime, bestehend aus einer optimierten Dalvik Java Runtime und der Core-Schnittstellenbibliothek für die Kommunikation von Android-Anwendungen zum nativen Systemkern.

Inhalt dieses Artikels