BlackBerry

Neue Funktionen für Location-based-Apps

Blackberrys sollen Position ohne GPS bestimmen können

Moritz Jäger ist freier Autor und Journalist in München. Ihn faszinieren besonders die Themen IT-Sicherheit, Mobile und die aufstrebende Maker-Kultur rund um 3D-Druck und selbst basteln. Wenn er nicht gerade für Computerwoche, TecChannel, Heise oder ZDNet.com schreibt, findet man ihn wahlweise versunken in den Tiefen des Internets, in einem der Biergärten seiner Heimatstadt München, mit einem guten (e-)Buch in der Hand oder auf Reisen durch die Weltgeschichte.
Künftig sollen Entwickler die Position des Gerätes nicht nur per GPS, sondern auch über die Mobilfunktürme anpeilen können. Die Technik ist dabei nicht neu, Blackberry-Hersteller RIM vereinfacht aber den Einsatz für Entwickler.

Wie Research in Motion im Entwicklerblog von Blackberry mitteilt, werden die neuen Positionierungsdienste in den so genannten Locate Service einfließen. Entwickler können die neuen Schnittstellen kostenlos nutzen, um die Position des Smartphones unabhängig von einem aktiven GPS-Modul zu bestimmen. Das funktioniert beispielsweise auch innerhalb von Gebäuden.

Die Technologie ist dabei nicht unbedingt neu, Dienste wie etwa Google Maps nutzen schon lange die Triangulation von Mobilfunktürmen, um eine ungefähre Position des Nutzers zu erhalten. Die Technik ist allerdings deutlich ungenauer als GPS, schont aber die Batterie.

Vorteil der direkten Integration des Geolocation Service in die Blackberry Entwicklerumgebung ist, dass damit Applikationen, egal ob Java oder Web-Dienste die Positionsbestimmung nutzen können, ohne dass der Entwickler eigene Routinen integrieren muss - er verwendet einfach die passende API. In der neuen Version ist auch Reverse Geocoding möglich - dabei wird eine Längen- und Breitenangabe vom Smartphone in eine Adresse oder einen Punkt auf der Karte umgewandelt.

Um die neuen Location Services nutzen zu können, ist die Blackberry Application Plattform v5.0 oder höher Voraussetzung. (mja)