Kein iPhone-Killer

Blackberry Torch erwischt holprigen Start

17.08.2010
Ein iPhone-Killer scheint das neue Smartphone von Research In Motion (RIM) nicht zu werden.
RIMs neues BlackBerry-Topmodell "Torch" (9800)
RIMs neues BlackBerry-Topmodell "Torch" (9800)

Analysten berichteten von einen schleppenden Geschäft mit dem Torch 9800. Der Eindruck verstärkte sich am Dienstag, als der weltgrößte Onlinehändler Amazon und andere Onlineshops den Preis mal eben halbierten - und das keine Woche nach dem Verkaufsstart in den USA.

Der Blackberry Torch sollte eigentlich RIMs Wunderwaffe gegen das iPhone 4 von Apple und die immer beliebter werdenden Android-Handys werden. Es hat einen Touchscreen und zusätzlich zum Ausschieben die bekannte Blackberry-Tastatur. Mit dem Torch wollte RIM seinen bröckelnden Marktanteil festigen.

Doch in den ersten Tagen konnte RIM nach den Schätzungen von RBC Capital Markets und Stifel Nicolaus nur rund 150.000 der Handys unters Volk bringen, wie das "Wall Street Journal" berichtete. Zum Vergleich: Apple war von seinem neuesten iPhone an den ersten drei Tagen 1,7 Millionen Stück losgeworden. Vor den Läden hatten sich Schlangen gebildet, das Gerät war rasch ausverkauft.

RIM versucht nun, die Kunden mit einem günstigeren Preis zu locken. Statt 199,99 Dollar kostet das Torch in vielen Onlineshops nur noch 99,99 Dollar - und damit die Hälfte des Einstiegspreises für das iPhone 4. Mit dem Kauf ist jeweils der Abschluss eines Zwei-Jahres-Vertrags mit dem US-Mobilfunkanbieter AT&T verbunden. AT&T selbst verlangt noch den alten Preis. (dpa/tc)