First Look

Blackberry Playbook - mehr als eine Spielerei

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Research in Motion (RIM) bewirbt das für Business- und Privatkunden gedachte "Blackberry Playbook" als bessere Alternative zu Apples iPad. Zu Recht?

Nachdem das Gerät im September vergangenen Jahres erstmalig vorgestellt wurde, will RIM sein Blackberry Playbook spätestens im März in den USA und ab dem zweiten Quartal 2011 in Deutschland anbieten. Die Kanadier wollen damit - ebenso wie mehr als 50 andere Anbieter - das Tablet-Segment erobern, einen Markt, der zwar boomt, gleichzeitig aber von Apple dominiert wird.

Doch was unterscheidet das Blackberry Playbook vom iPad und den vielen anderen Tablets? Die Computerwoche hatte die Möglichkeit, das Gerät genauer unter die Lupe zu nehmen und sich Funktionen und Einsatzmöglichkeiten im Detail erklären zu lassen.

Optisch und technisch auf der Höhe

Rein äußerlich muss sich das Blackberry Playbook nicht verstecken. Das Tablet ist gut verarbeitet und macht einen hochwertigen Eindruck. Mit Abmessungen von130 mal 194 mal zehn Millimetern ist es nicht nur deutlich kompakter als das Apple-Tablet, sondern bringt mit einem Gewicht von 425 Gramm auch weniger auf die Waage (iPad: 700-730 Gramm). Grund dafür ist sicher das nur sieben Zoll große Display, das allerdings mit 1024 mal 600 Pixeln auflöst. Der Rivale von Apple ist mit einer Bildschirmdiagonalen von 9,7 Zoll ein gutes Stück größer.

Vom kleineren Display abgesehen, kann das Playbook dem iPad in puncto Funktionalität in vielfacher Hinsicht das Wasser reichen: Es unterstützt Multitouch, Gestensteuerung und ist ein Meister in Sachen Multitasking. Der verbaute Dual-Core-Prozessor mit 1-Gigahertz-CPU und 1 GB RAM hat selbst mit bis zu zehn gleichzeitig laufenden Anwendungen keine spürbaren Probleme. Dank integriertem HDMI-Port ist aber auch die Wiedergabe von HD-Videos (1080p) auf einem angeschlossenen Fernseher (etwa im Hotelzimmer) kein Problem. An diesem Punkt muss das Apple-Gerät mangels Schnittstellen passen. Einen MicroSD-Slot besitzt der Flachmann indes nicht, der Anwender muss sich mit den angebotenen 16, 32 oder 64 GB Speicher begnügen.