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Blackberry-Hersteller RIM meldet kräftigen Umsatz- und Gewinnanstieg

30.06.2005
Weiter steigende Kundenzahl haben RIM ein deutliches Wachstum beschert. Die Kanadier leiden aber weiterhin unter dem Rechtsstreit mit der Patentfirma NTP.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der kanadische Hersteller Research in Motion (RIM) hat sein neues Geschäftsjahr mit einem deutlichen Umsatz- und Gewinnplus begonnen. Wie der Anbieter von mobilen Kommunikations-Handhelds ("Blackberry") und -Diensten bekannt gab, stieg der Nettoprofit im ersten Fiskalquartal 2005/06 (Ende: 28. Mai) gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 55 Millionen auf 132,5 Millionen (US-)Dollar oder 67 Cent je Aktie. Das Ergebnis enthält unter anderem 6,5 Millionen Dollar hohe Kosten durch den anhaltenden Patentrechtsstreit mit NTP (siehe auch: "Patentstreit: Blackberry-Hersteller RIM erzielt Teilerfolg") sowie eine Steuerrückzahlung über 27 Millionen Dollar. Diese und weitere Sondereffekte nicht berücksichtigt, hätte das Unternehmen aus Waterloo in der Provinz Ontario einen Pro-forma-Gewinn von 56 Cent je Aktie erzielt. Finanzanalysten hatten im Schnitt mit einem leicht niedrigeren Plus von 54,5 Cent pro Anteil gerechnet. Der Umsatz des Blackberry-Herstellers kletterte im Jahresvergleich um 68 Prozent von 269,6 Millionen auf 453,9 Millionen Dollar - zwei Millionen Dollar über den Markterwartungen.

"Die Nachfrage nach Blackberrys ist im ersten Quartal weiter angezogen", triumphierte RIM-Chairman und Co-CEO Jim Balsillie. Er verwies dabei auf die im Berichtszeitraum um 592.000 auf 3,11 Millionen gestiegen Nutzerzahl. Im laufenden Dreimonatszeitraum rechnen die Kanadier nun mit Umsätzen zwischen 465 Millionen und 490 Millionen Dollar. Der Gewinn soll bei 57 bis 63 Cent je Aktie liegen.

Viele Anleger ließen die Quartalszahlen und die optimistische Prognose allerdings unbeeindruckt: Der Kurs der RIM-Aktie fiel am gestrigen Mittwoch an der Nasdaq im nachbörslichen Handel von 75,91 auf 72,20 Dollar. (mb)