Zwei weitere Android-Smartphones in 2016

Blackberry gewährt OS 10 noch ein Jahr Gnadenfrist

03.05.2016
Blackberry wird in diesem Jahr noch zwei weitere Android-Smartphones herausbringen, beide könnten erschwinglicher werden als das Priv. Bei den ersten Bildern der Geräte mit den Codenamen Hamburg und Rom handelt es sich jedoch nur um Konzepte eines Grafikers. Ob es neue Smartphones mit Blackberry OS 10 geben wird, soll sich frühestens in einem Jahr entscheiden.
OS10-Geräte wie das Blackberry Passport bekommen weiter Updates, ob Nachfolger kommen ist noch ungewiss.
OS10-Geräte wie das Blackberry Passport bekommen weiter Updates, ob Nachfolger kommen ist noch ungewiss.
Foto: Crackberry

Blackberry setzt in diesem Jahr voll und ganz auf Android - so viel ist bereits bekannt. Auch, dass die Kanadier ein bis zwei neue Smartphones mit dem Google-Betriebssystem herausbringen und diese der Mittelklasse verordnet sein werden hatte CEO John Chen bereits in Aussicht gestellt. Vor einem Monat sickerten Details zu den Geräten "Hamburg" und "Rom" durch, ersteres soll ein Full-Touch-Modell werden, das zweite eines mit haptischer Tastatur. Das chinesische Fanblog Berry Link (1, 2) will nun das erste Anschauungsmaterial zu den neuen Blackberrys liefern - allerdings zeichnet es sich nicht gerade durch besonders gute Qualität aus (und wurde inzwischen entfernt).

Die mit einem unschönen Unschärfefilter überlagerte Abbildung soll Hamburg und Rom zumindest schemenhaft zeigen, bei den zwei Renderbildern dürfte es sich um weiter ausformulierte, inoffizielle Konzeptzeichnungen und daher weniger um einen handfesten Leak handeln. Wo sich das Tastatur-Smartphone als Hybrid aus den Modellen Passport und Priv präsentiert, da sorgt jenes mit großem Touchscreen vor allem durch seinen auffälligen Lautsprechergrill für Aufsehen. Einen Beweis für die Optik des Hamburg soll ein mutmaßliches Hands-on-Bild liefern - das Smartphone weckt allerdings eher Erinnerungen an ein Windows Phone, denn an ein Blackberry.

Tatsächlich handelt es sich bei den Bildern von Hamburg und Rom um Konzepte des Grafikers Dylan Habkirk, der diesen Sachverhalt auf der Webseite Blackberry Central richtig stellt. Er hat sie einige Tage zuvor in seinem BBM Channel veröffentlicht - der "Informant" hat die Bilder demnach eigenmächtig mit einem Wasserzeichen versehen und als Leak verbreitet. Die Konzepte basieren allerdings auf tatsächlich existierenden Blackberry-Prototypen, das Rom will Habkirk selbst gesehen haben, das Hamburg hat er anhand von Skizzen grafisch aufbereitet.

John Chen: Blackberry OS 10 ist nicht tot

In einem Interview mit dem indischen Nachrichtensender NDTV hat sich der Blackberry-CEO einmal mehr zur Zukunft von Blackberry OS 10 geäußert. Nach dem Wechsel hin zum Android-Betriebssystem mit dem Priv wächst unter den Fans des Herstellers die Angst, die Kanadier würden auf absehbare Zeit ihre eigene Plattform fallen lassen. Entsprechende Berichte hatte Blackberry in der Vergangenheit zwar stets abgewiegelt, außer der Veröffentlichung kleinerer Point Releases für das Betriebssystem hat das Unternehmen aber eben auch keine neuen Entwicklungen in Aussicht gestellt.

Wie Chen nun im Interview ausführt (ab 6:45 Minuten), wird voraussichtlich im kommenden Juni das sicherheitszertifizierte Blackberry OS 10.3.3 für alle OS-10-Geräte erscheinen, im Frühjahr 2017 soll dann Version 10.3.4 folgen. Erst nach dem Release von Blackberry OS 10.3.4 wird sich entscheiden, ob neue Smartphones mit dem Betriebssystem erscheinen oder nicht.

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Dirk Schiller

Bitte bitte keine OLED Displays, ich wuerde mir so gerne einen neuen Blackberry kaufen!

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