"Wall Street Journal"

Blackberry diente sich Facebook an

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Einem Medienbericht zufolge waren Blackberry-Manager vergangene Woche bei Facebook in Kalifornien, um dessen Interesse an einer Übernahme des strauchelnden Smartphone-Pioniers auszuloten.

Das berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider. Ob das weltgrößte soziale Netzwerk irgendein Interesse hatte, sei unklar. Beide Firmen wollten den Bericht jedenfalls nicht kommentieren.

Facebook-Campus in Menlo Park, Kalifornien
Facebook-Campus in Menlo Park, Kalifornien
Foto: Facebook

Die Nutzer von Facebook greifen immer öfter mobil auf das Netzwerk zu. Deswegen hatte es in der Vergangenheit auch immer wieder Gerüchte gegeben, Facebook wolle eigene Mobiltelefone bauen.

Ob dafür ausgerechnet der angeschlagene kanadische Hersteller (oder auch nur dessen Technik und Patente) die richtige Wahl wäre, darf allerdings bezweifelt werden. Blackberry hatte es nicht geschafft, mit seinem neuen Betriebssystem BB10 auch nur halbwegs zu alter Stärke zurückzukehren und will seine Geräte künftig nicht mehr im Consumer-Segment, sondern nur noch bei Unternehmen und Behörden vermarkten.

Sowieso hatte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg mehrfach öffentlich erklärt, ein eigenes Facebook-Telefon sei "die falsche Strategie". Facebook setzt stattdessen auf Apps für alle gängigen Plattformen sowie engere Kooperationen mit einigen Smartphone-Herstellern für zum Beispiel seine nicht gerade minimalinvasive Software "Facebook Home".