Smartphone mit Trackpad

BlackBerry Bold 9700 im Test

Moritz Jäger ist freier Autor und Journalist in München. Ihn faszinieren besonders die Themen IT-Sicherheit, Mobile und die aufstrebende Maker-Kultur rund um 3D-Druck und selbst basteln. Wenn er nicht gerade für Computerwoche, TecChannel, Heise oder ZDNet.com schreibt, findet man ihn wahlweise versunken in den Tiefen des Internets, in einem der Biergärten seiner Heimatstadt München, mit einem guten (e-)Buch in der Hand oder auf Reisen durch die Weltgeschichte.
Anzeige  Der BlackBerry Bold war das High-End-Modell der RIM-Smartphones. Der Nachfolger Bold 9700 ist kompakter und hat mehr Ähnlichkeit mit dem BlackBerry Curve. Im Test muss das Smartphone seine Fähigkeiten unter Beweis stellen.

Der BlackBerry Bold 9700 ist das erste Smartphone, das RIM im ehemaligen Nokia-Standort Bochum entwickelt hat. Wer vom Vorgänger BlackBerry Bold 9000 umsteigt, dem fallen zwei Neuerungen sofort auf: Der Bold 9700 ist deutlich schmaler, und er nutzt ein Trackpad statt des bisherigen Trackballs. Im Inneren hat sich dagegen wenig getan. Der neue Bold bietet die gleiche Rechen-Power, auch der Arbeitsspeicher ist ähnlich dimensioniert. Beim ROM war RIM großzügiger: Der Speicher wurde auf 256 MByte verdoppelt. Wie gehabt bietet der BlackBerry Bold Wireless LAN gemäß 802.11g, mobil gelangen Daten per GPRS, EDGE, UMTS und HSDPA auf das Gerät. (Zur Erinnerung: Der BlackBerry Curve, eine Stufe unter der Bold-Familie angesiedelt, verzichtet auf 3G-Funktionen.) Das verbaute Bluetooth wurde auf Version 2.1 + EDR aufgerüstet. Mittlerweile lassen sich auch Inhalte wie Bilder per Bluetooth übertragen, das Versenden von Kontakten als vCard ist aber immer noch nicht möglich.

Eine durchaus positive Neuerung aber ist das Trackpad. Zu Beginn ist die Steuerung ein wenig ungewohnt, reagiert das Pad doch deutlich präziser als der Trackball. Sobald man sich aber daran gewöhnt hat, möchte man nicht mehr zurück, zumal nun auch Bedienfehler durch verschmutzte Trackball-Lager der Vergangenheit angehören.

Schnittstelle: Strom und Daten gelangen nun über die Micro-USB-Schnittstelle auf das Gerät.
Schnittstelle: Strom und Daten gelangen nun über die Micro-USB-Schnittstelle auf das Gerät.

Eine weitere Änderung gegenüber dem bisherigen Modell: RIM verbaut seitlich einen Micro-USB-Anschluss statt des bisherigen Mini-USB-Ports. Darüber wird das Handy nicht nur geladen, auch das Datenkabel findet hier Anschluss. Micro USB soll zwar langfristig zum Standard für Schnittstellen an Mobiltelefonen werden, für Umsteiger von früheren Black-Berrys bedeutet das aber, dass Zubehör wie Ladekabel nicht mehr kompatibel sind. Wer moderne Smartphones in seine Firmenstruktur integrieren will, sollte einige Punkte beachten; die Kaufberatung: Das beste Smartphone hilft Ihnen dabei.