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Blackberry-Absätze bestimmen über das Wachstum im Handheld-Markt

30.07.2004

Der weltweite Handheld-Markt ist im zweiten Quartal 2004 wieder deutlich gewachsen – wenn man die "Blackberry"-Geräte des kanadischen Herstellers Research in Motion (RIM) dazu rechnet.

Wie die US-Marktforschungsfirma Gartner bekannt gab, wurden im vergangenen Dreimonatszeitraum weltweit 2,75 Millionen PDAs verkauft, das entspricht einem Plus von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahressquartal. Ausschlaggebend für den lang ersehnten Aufschwung ist nach Ansicht der Analysten RIM, das den Absatz seiner E-Mail-fähigen Blackberrys im Berichtszeitraum um 289 Prozent auf 510.000 Stück steigerte. In den vergangenen Quartalen hatte die Branche stark darunter gelitten, dass immer mehr Nutzer auf die mit ähnlichen Funktionen ausgestatteten Smartphones umschwenkten.

Aus Sicht der Marktforscher von IDC brechen die Handheld-Absätze wegen der Konkurrenz durch andere mobile Geräte aber weiterhin ein. Die Analysten konstatierten für den abgelaufenen Dreimonatszeitraum einen weiteren Absatzrückgang um zwei Prozent auf 2,2 Millionen Taschencomputer.

Die Differenz von 550.000 Geräten zwischen den beiden Schätzungen ergibt sich aus der unterschiedlichen Auffassung, was alles in den Bereich Handhelds fällt. So bewertet IDC RIMs Blackberrys (und bestimmte "iPac"-Modelle von HP) als Smartphones. Aus Sicht von Gartner sind die RIM-Geräte dagegen stärker daten- als sprachorientiert und fallen daher in die Kategorie PDAs.

Als klaren Marktführer im Bereich Handheld mit einem Marktanteil von über 30 Prozent sehen beide Firmen palmOne. Laut IDC verkaufte der Branchenprimus 924.364 Geräte und erreichte einen Marktanteil von 42 Prozent (Gartner: 913.202Stück, 33,2 Prozent Marktanteil). An zweiter Stelle folgt HP mit 530.239 abgesetzten Taschencomputern und einem Anteil von 24,1 Prozent (Gartner: 529.773 PDAs, 19,3 Prozent Marktanteil). Danach folgt bei Gartner RIM mit 510.000 PDAs und einem Marktanteil von 18,6 Prozent vor Sony (147.804 Stück, 6,4 Prozent Marktanteil). In der IDC-Wertung platzierten sich die Japaner mit 171.513 verkauften Geräten und einem Marktanteil von 7,8 Prozent auf dem dritten Platz vor Dell. (mb)