Ein Prozessdatenbeschleuniger soll helfen

Bitkom rügt Unternehmen

Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Nur zwei Drittel der hiesigen Firmen kommunizieren laut Eurostat online mit Behörden. Das neue Angebot, der Prozessdatenbeschleuniger (P23R), soll das ändern.
Bitkom-Präsident Dieter Kempf verlangt "Angebote, die den Unternehmen echte Entlastungen bringen".
Bitkom-Präsident Dieter Kempf verlangt "Angebote, die den Unternehmen echte Entlastungen bringen".
Foto: Bitkom

Deutsche Unternehmen haben bei der Nutzung von E-Government-Angeboten weiterhin Nachholbedarf. Das meint der Hightech-Verband Bitkom, der dafür neue Zahlen von der Statistikbehörde der EU, Eurostat, ausgewertet hat.

Nur zwei Drittel (67 Prozent) aller Firmen haben demnach 2010 per Internet Daten und Informationen mit staatlichen Stellen ausgetauscht. Ein Jahr zuvor waren es 63 Prozent. Damit liegt Deutschland im EU-Vergleich im hinteren Mittelfeld.

Im europäischen Schnitt nutzen drei Viertel (77 Prozent) aller Unternehmen E-Government-Angebote. Spitzenreiter sind hierbei Litauen und die Niederlande mit je 95 Prozent der Unternehmen. „Die zurückhaltende Nutzung von E-Government kostet Wirtschaft und Staat Milliarden", sagte Bitkom-Präsident Dieter Kempf. „Damit deutsche Unternehmen bei der E-Government-Nutzung weiter aufholen, sind Angebote notwendig, die den Unternehmen echte Entlastungen bringen."

Der Prozessdatenbeschleuniger P23R

Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung sei, so findet Bitkom, der sogenannte Prozessdatenbeschleuniger (P23R), ein neues Angebot der öffentlichen Verwaltung, der auf dem IT-Gipfel 2011 in München vorgestellt wurde.

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