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Bitkom: Nur noch einstelliges IT-Wachstum

04.12.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach Ansicht des Bitkom -Vorsitzenden Bernhard Rohleder ist die derzeitige Schwarzmalerei von IT- und TK-Unternehmen übertrieben. Allerdings wird sich die Branche wieder auf einstellige Wachstumsraten einstellen müssen. Den jüngsten Hochrechnungen des Branchenverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien zufolge, wird der deutsche ITK-Markt im ausklingenden Geschäftsjahr nur noch ein Plus von 4,6 Prozent auf 254 Milliarden Mark verbuchen. Im Rekordjahr 2000 betrug die Steigerungsrate noch elf Prozent. Damit nicht genug: Deutschland liegt mit seinem Wachstum unter dem Durchschnitt der westeuropäischen und weltweiten ITK-Märkte. Diese sollen in diesem Jahr laut Bitkom im Schnitt um sieben Prozent auf vier Billionen Mark anwachsen. Nach Ansicht von Rohleder muss sich die IT- und TK-Branche hierzulande auch im nächsten Jahr auf "normale", allerdings leicht steigende

Wachstumsraten einstellen. Bitkom prognostiziert für 2002 ein Wachstum von 4,9 Prozent.

Innerhalb der deutschen IT-Branche sollen die einzelnen Marktsegmente in diesem Jahr stark unterschiedlich abschneiden: So werden die Bereiche Internet, Software, IT-Services und vor allem die mobile Dienste zulegen. Der PC-Markt, Handys und die TK-Infrastruktur verzeichnen dagegen einen Rückgang. So sink der PC-Absatz laut Rohleder 2001 um sieben Prozent, der Markt für Mobilfunkendgeräte - dieser legte in den letzten beiden Jahren noch ein Wachstum von 56 und 40 Prozent hin - schrumpft sogar um 25 Prozent.

Erst mit dem Aufbau der UMTS-Netze, also voraussichtlich ab 2003, wird sich die Handy-Branche wieder erholen. Dagegen können die Hersteller von IT-Security-Produkten aufgrund des zunehmenden Sicherheitsbewusstseins auf Steigerungsraten von 25 bis 30 Prozent hoffen: Nach Schätzungen des Branchenverbunds soll der Umsatz von derzeit 3,2 Milliarden bis 2004 auf 5,8 Milliarden Mark wachsen.