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Bitkom: Gesundheitskarte stößt auf breite Zustimmung

30.10.2007
Laut Bitkom lehnen nur fünf Prozent der Deutschen ab, persönliche medizinische Daten auf der neuen Gesundheitskarte zu speichern.
Skeptisch werden die Deutschen, wenn es um die elektronische Dokumentation ihrer Krankheiten geht. Quelle: Bitkom
Skeptisch werden die Deutschen, wenn es um die elektronische Dokumentation ihrer Krankheiten geht. Quelle: Bitkom
Foto: Bitkom

Die elektronische Gesundheitskarte stößt bei den Deutschen auf großes Interesse, berichtet der Branchenverband Bitkom. Nach der Einführung im kommenden Jahr sind 93 Prozent der Bundesbürger bereit, persönliche medizinische Daten wie die Blutgruppe auf der Karte speichern lassen. Fünf Prozent der Deutschen lehnen die neue Option ab, zwei Prozent sind sich unsicher. Das hat eine Erhebung von Forsa unter 1001 Bürgern ab 18 Jahren im Auftrag des Bitkom ergeben. Die Zustimmung zur Gesundheitskarte sei deutschlandweit gleichermaßen hoch: Im Westen wollen 93 Prozent der Bürger Daten auf der Karte speichern, im Osten sind es laut Verband 91 Prozent. Bei Impfungen würden 84 Prozent einer Speicherung zustimmen, bei Medikamenten 78 Prozent, bei Rezepten 66 Prozent und bei Erkrankungen 62 Prozent.

Geplant ist die flächendeckende Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarte für das zweite Quartal 2008. Sie soll die bisherigen Chipkarten der Versicherten ersetzen. Im ersten Schritt bleibt allerdings alles wie bisher, die einzige sichtbare Änderung ist ein Lichtbild. Erst beim weiteren Ausbau des Systems soll es möglich sein, medizinische Daten zu speichern. Jeder Einzelne kann dann individuell entscheiden, welche Informationen auf der neuen Karte hinterlegt sind und welcher Arzt sie nutzen darf, so der Bitkom. (ajf)