Gartner

Bis 2016 werden mehr als 50 Prozent der mobilen Apps hybrid

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Die Marktforschungs- und Beratungsfirma Gartner sieht für mobile Apps in Firmen einen ganz klaren Trend in Richtung hybride Architektur.

Hybride Architektur bedeutet in diesem Fall eine HTML5-Web-App in einem nativen Container, der den Zugriff auf die nativen Features des jeweiligen Endgeräts ermöglicht. Gartner erwartet, dass bis zum Jahr 2016 mehr als die Hälfte der in Unternehmen eingesetzten mobilen Apps eine solche hybride Architektur besitzen.

"Wir raten Unternehmen dazu, davon auszugehen, dass sie viele und unterschiedliche mobile Applikationen verwalten müssen, die sich über alle namhaften Architekturen erstrecken", erklärt Van Baker, Research Vice President bei Gartner. "Unternehmen sollten prüfen, wie sich Applikationen durch das Hinzufügen nativer Gerätefähigkeiten anreichern oder verbessern lassen und Development-Frameworks evaluieren, mit denen man auf der gleichen Code-Grundlage native, hybride und Web-Anwendungen entwickeln kann. Wo möglich sollte man die Entwicklungs-Aktivitäten mit Cross-Platform-Frameworks konsolidieren."

Gartner geht übrigens auch davon aus, dass durch das iOS-Betriebssystem von iPhone und iPad auch die Notebooks und Desktops von Apple größere Akzeptanz in der Unternehmens-IT erfahren werden - insbesondere, weil die Entwickler in Cupertino dem Betriebssystem OS X immer mehr iOS-Charakteristika angedeihen lassen.

Mit Blick auf Microsofts mobile Angebote Windows Phone 8 und Windows 8 (RT) erwartet Gartner ebenfalls "einige" Akzeptanz bei den Unternehmen, hauptsächlich aufgrund der bereits bestehenden Beziehungen und der Manageability. Anders als Apple habe Microsoft aber nicht vom Trend der Konsumerisierung profitiert, der zunächst von der Nachfrage der Endverbraucher und im zweiten Schritt deren Forderung getrieben wird, ihre privaten Geräte auch am Arbeitsplatz zu verwenden (Stichwort BYOD). Unternehmen sollten mit anhaltender Konsumerisierung planen - und davon ausgehen, dass Apple von diesem Trend weiter signifikant profitieren werde.