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Biodata schreibt tiefrote Zahlen

18.12.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der insolvente IT-Sicherheitsspezialist Biodata hat in den ersten neun Monaten des Jahres einen Verlust von 70 Millionen Euro geschrieben. Das Unternehmen begründet das schlechte Abschneiden insbesondere mit Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Firmenwertabschreibungen. Außerdem sei es Biodata nicht im gewünschten Maß gelungen, "Projekte wie geplant umzusetzen" und neue Projekte zu akquirieren. Insgesamt erwirtschaftete der IT-Sicherheitsdienstleister aus Lichtenfels in den Monaten Januar bis September - bedingt durch Wertberichtigungen - nur Einnahmen von 3,95 Millionen Euro.

Allein im dritten Quartal beläuft sich der Verlust vor Steuern und Zinsen (Ebit) auf 44,7 Millionen Euro. Dabei verbuchte das Unternehmen nur Einnahmen von knapp 1,9 Millionen Euro. Wie der IT-Sicherheitsdienstleister erklärte, ergab einen Untersuchung von externen Wirtschaftsprüfern den hohen Wertberichtigungsbedarf, der insbesondere durch ausländische Tochtergesellschaften ausgelöst wurde.

Aufgrund der hohen bilanziellen Überschuldung und drohender Zahlungsunfähigkeit steht Biodata bereits seit dem 20. November unter vorläufiger Insolvenzverwaltung (Computerwoche online berichtete). Ziel ist es, Biodata als Muttergesellschaft zu entschulden und das operative Geschäft auf eine neue Tochtergesellschaft zu übertragen.