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Bill Gates zeichnet Schülerprojekte aus

28.01.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft-Chef Bill Gates überreichte heute morgen persönlich im Münchner Arri-Kino den "Road Ahead Prize" für die besten Schülerprojekte im Netz. Insgesamt hatten sich 630 allgemein- und berufsbildende Schulen an dem Wettbewerb beteiligt. Die Schüler sollten einen Internet-Auftritt erstellen, der sich mit dem Thema "Leben und Lernen in der EU" beschäftigte. Vier Teams waren zur Preisverleihung eingeladen.

Der erste Preis ging an die Ludgerusschule in Heiden, über den zweiten Platz durften sich die Schüler des Ursulinengymnasiums in Werl freuen und die Falkschule in Frankfurt am Main belegte den dritten Platz. Den Sonderpreis für Grundschulen gewannen die Kinder der vierten Klassen der Grundschule Friedrichsfehn aus dem Ammerland. "Wir haben uns dafür interessiert, welche Länder das neue Geld verwenden und dann versucht, etwas über diese Länder zu erfahren", so die Erklärung eines Grundschülers. Mit selbstgemalten Bildern und Geschichten ist eine interessante Site entstanden, so die Begründung der Jury, der Liz Mohn, Mitglied des Aufsichtsrats der Bertelsmann-Stiftung, Thomas Osterkorn, Chefredakteur des Stern, Mike Meiré, Art Director Meiré & Meiré und Dagmar Schipanski, Ministerin im Thüringer Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst angehörten.

Anschließend hatte jede Klasse noch Gelegenheit, eine Frage an Bill Gates zu stellen. Sie konnten erfahren, dass Gates mit 13 Jahren seinen ersten Computer erwarb, wie er seinen Arbeitstag verbringt und welche Wünsche einer der reichsten Mann noch hat. "Wie lange dürfen ihre Kinder vor dem Computer verbringen?", wollten dagegen die Viertklässer aus Friedrichsfehn wissen. Seine sechsjährige Tochter interessiere sich momentan besonders für barbie.com, erzählte der dreifache Familienvater und sie dürfe eine Stunde vor dem Rechner verbringen. Drei bis vier Stunden hält Gates für akzeptabel. Allerdings sei die xbox für seine Kinder tabu. (iw)