"Forbes"-Liste

Bill Gates bleibt reichster Mensch der Welt

03.03.2015
Die Superreichen aus der "Forbes"-Liste sind gemeinsam 7,05 Billionen Dollar schwer. An der Spitze bleibt Bill Gates, doch dahinter tut sich einiges: Eine neue Generation um Facebook-Chef Mark Zuckerberg und Chinesen wie Alibaba-Gründer Jack Ma drängen nach vorne.

Microsoft-Mitgründer Bill Gates (59) bleibt der Reichste unter den Superreichen. Laut der am Montag veröffentlichten Milliardärsliste des US-Magazins "Forbes" ist sein Vermögen im letzten Jahr um 3,2 auf 79,2 Milliarden Dollar (umgerechnet 70,5 Milliarden Euro) gestiegen. Gates, der in den letzten 21 Jahren 16 Mal an der Spitze des Rankings stand, konnte seinen Reichtum ausbauen, obwohl er im November Microsoft-Aktien im Wert von 1,5 Milliarden Dollar an seine philanthropische Bill & Melinda Gates Foundation stiftete.

Bill Gates bleibt Reichster Mann der Welt.
Bill Gates bleibt Reichster Mann der Welt.
Foto: Microsoft

Auf dem zweiten Platz findet sich mit 77,1 Milliarden Dollar der mexikanische Telekom-Tycoon Carlos Slim Helu (75). Dahinter folgt US-Starinvestor Warren Buffett (84). Buffetts Vermögen erhöhte sich dank des gestiegenen Aktienkurses seiner Investmentfirma Berkshire Hathaway um 14,5 auf 72,7 Milliarden Dollar. Dadurch konnte der Börsenguru den spanischen Zara-Mitgründer Amancio Ortega (78) überholen. Die als "Orakel von Omaha" bekannte Investorenlegende Buffett verbuchte den höchsten Vermögensanstieg im Ranking.

Buffett konnte seinen Reichtum sogar stärker ausbauen als Jack Ma, der Gründer des chinesischen Online-Riesen Alibaba. Die Firma hatte im September in New York den größten Börsengang aller Zeiten gestemmt. Dadurch wurde Ma zum reichsten Chinesen. Mit 22,7 Milliarden Dollar reicht es aber "nur" für Platz 33 der "Forbes"-Liste. Reichster Deutscher ist Georg Schaeffler, Eigentümer des gleichnamigen Autozulieferers. Er kommt mit 26,9 Milliarden Dollar auf Rang 21. Die Aldi-Erben Beate Heister und Karl Albrecht Junior belegen mit 21,3 Milliarden Dollar Platz 37.

Insgesamt zählte "Forbes" 1826 Milliardäre nach 1645 im Vorjahr. Fast ein Viertel der Newcomer kommen aus China. Zudem sind mit 46 unter 40-Jährigen so viele jüngere Milliardäre wie nie zuvor gelistet. Angeführt wird die neue Generation von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (30), der um fünf Plätze auf Rang 16 kletterte und nun erstmals in den Top-20 vertreten ist. Der jüngste Milliardär ist Evan Spiegel (24), Mitgründer der Foto- und Nachrichten-App Snapchat. Auch Travis Kalanick (38), Chef des Fahrdienstvermittlers Uber, ist erstmals im Ranking vertreten. (dpa/tc)