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Bilanzskandal: Nortel entlässt weitere Verantwortliche

20.08.2004

Als Konsequenz auf den internen Bilanzskandal hat Nortel Networks weitere sieben Manager aus der Finanzabteilung gefeuert. Gleichzeitig kündigte der kanadische TK-Ausrüster an, er werde von diesen und drei weiteren Topmanagern Bonuszahlungen in Höhe von insgesamt zehn Millionen Dollar zurückfordern.

Im April dieses Jahres, nachdem das gesamte Ausmaß der Bilanzunregelmäßigkeiten zutage getreten war, hatte Nortel bereits seinem CEO Frank Dunn, Finanzchef Douglas Beattie und Controller Michael Gollogly gekündigt. Nun seien sieben weitere Mitarbeiter entlassen worden, die "signifikante Verantwortung für die Bilanzierung" auf Geschäfts- und Regionalebene gehabt hätten, teilte das Unternehmen aus Brampton, Ontario, mit. Im Einzelnen handelt es sich dabei um die Finanzchefs der vier Geschäftsbereiche von Nortel, die bereits im April beurlaubt worden waren, sowie die Finanzdirektoren für Europa und China sowie der Controller für Asien. Um weiteren Bilanzunregelmäßigkeiten vorzubeugen, habe man inzwischen den Posten eines "Chief Ethics and Compliance Officer" geschaffen, teilte Nortel mit. (mb)