Netzlast verändert sich
Big Data erfordert flexiblere IT-Netze

Foto: Experton Group
Das Datenwachstum hat aus Unternehmenssicht immense Auswirkungen auf die eigene Infrastruktur. Laut einer Untersuchung der Experton Group sind für zwei Drittel der Entscheider vornehmlich die Server- und Netzwerkinfrastruktur sowie Bandbreitenkapazität durch das "Big Data"-Phänomen betroffen. Auch erwarten drei Viertel der Entscheider auf Seiten ihrer Storage-Infrastrukturen einen großen Handlungsbedarf auf sich zukommen, während nur rund die Hälfte große Auswirkungen bei den Analyse- und Reportingsystemen sieht.
Es lässt sich somit konstatieren, so Experton-Analyst Dr. Carlo Velten, dass die Herausforderungen des Datenwachstums zuerst auf der Infrastruktur-Seite gemeistert werden müssen, um danach im Rahmen der Analyse- und Reportingprozesse von Nutzen sein zu können.
Die Ergebnisse sowie vereinzelte Aussagen der Befragten legen nahe, dass die Entscheider in den kommenden Jahren eine Welle neuer Technologien und Lösungen in diesen Bereichen erwarten. In vielen Fällen sind sich die Entscheider wohl bewusst, dass ihre heutigen Infrastrukturen den neuen Anforderungen nicht mehr gewachsen sind.
Entsprechend werden CIOs zukünftig eine viel flexiblere und transparentere Netzwerkinfrastruktur vorhalten müssen, um mit der Vielzahl an neuen Services und Datenströmen klarzukommen. "Getrieben durch die Anforderungen unserer Anwenderkunden beschäftigen wir uns derzeit intensiv mit den Themen Software-Defined Networks (SDN), Bandbreitenoptimierung, Application Performance Management und Cloud Monitoring", sagt Velten. "Cloud und Big Data erfordern auf Netzwerkseite eine höhere Management- und Controlling-Intelligenz. Sonst lassen sich die bezahlten Ressourcen nicht optimal nutzen sowie die SLAs nicht angemessen überwachen.".
Die Themen werden bei Experton Group unter dem Begriff "Cloud Connectivity" gebündelt und derzeit im Rahmen verschiedener Research-Projekte analysiert.
