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Big Blue poliert Websphere auf

06.09.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Gleich mehrere Erweiterungen seines "Websphere"-Portals hat IBM vorgestellt. Dazu gehören neue Vorlagen für das Erstellen von Portalen, ein Java-basierendes Portlet-Framework und die Integration mit IBMs "Content Manager". Wie der Hersteller mitteilt, will er Portal-Templates anbieten, die auf spezielle Anwendergruppen etwa aus den Bereichen Vertrieb, Marketing oder Produktion zugeschnitten sind. Damit sollen sich Portale schneller konzipieren und einsetzen lassen. Das erstes Paket "Websphere Portal Development Community" richtet sich speziell an Entwickler und besteht aus etwa 60 bis 70 Portal-Applets (Portlets), die eine Verbindung zu verschiedenen Entwicklungswerkzeugen, Projekt-Management-Lösungen und Informationsquellen herstellen.

Mit seinem Java-basierenden Portlet-Framework möchte IBM das Zusammenspiel zwischen einzelnen Portlets verbessern. Dies soll es ermöglichen, auf Information aus Anwendungen von SAP, Peoplesoft oder Siebel über das Websphere-Portal zuzugreifen. Nach Meinung von Tim Thatcher, Program Director of Marketing für Websphere Portal bei IBM, bringt dies für Entwickler den Vorteil, dass sie sich nicht mehr mit den jeweiligen Besonderheiten dieser Applikationen auseinandersetzen müssen. "Wir bieten eine gemeinsame Architektur, die diese Lösungen miteinander integriert und sie zusammenführt", so der Manager. Das Framework nutzt dabei den Standard J2EE Connector Architecture (JCA).

Über die Integration von Websphere mit dem Content Manager will Big Blue Unternehmen die Kontrolle über ein breiteres Spektrum an Inhalten geben. Der Content Manager setzt auf bereits in Websphere 4.0 vorhandene Content-Verwaltungsfunktionen auf, bietet aber zusätzlich die Möglichkeit, auch Multimedia-Inhalte über das Portal zu verwalten und sie zudem an einem zentralen Ort zu speichern. (ave)