Verschiedene Web-Server für viele Plattformen

Big Blue baut sein Internet-Angebot aus

28.06.1996

Ziel der IBM ist es, die Web-Server mit der eigenen Hardware zu bündeln und mit möglichst vielen Betriebssystemen auszuliefern. So dürfte die Netscape-Software zuerst unter AIX auf den RS/6000- Workstations verkauft werden. Weitere Plattformen sollen folgen.

Angekündigt ist die Portierung der hauseigenen Server-Anwendungen und Werkzeuge von AIX auf die Unix-Derivate von HP und Sun sowie auf Microsofts Windows NT und das eigene OS/2 Warp. Der Web-Server "Internet Connection Server 4.1" läuft bereits unter AIX, OS/2 und Windows NT. Auch die Versionen für HP-UX und Solaris sind fertiggestellt und können in Kürze via Internet abgerufen werden.

Damit nimmt die IBM Kritikern den Wind aus den Segeln, die befürchteten, das Unternehmen werde sich insbesondere bei seiner Intranet-Strategie ausschließlich auf den Notes-basierten Web- Server "Domino" stützen, der noch im Juli freigegeben werden soll. Von ihm hieß es, er sei gegen das Netscape-Produkt positioniert. "Big Blue hat Angst, an den Bedürfnissen der Kunden vorbeizuentwickeln", lautet jetzt das Urteil von Forrester Research.

Trotzdem versucht die IBM, neben ihrer Hard- auch die eigene Software in den Vordergrund zu spielen. Deshalb möchte sie Produkte von Drittanbietern in die blaue Welt integrieren. So sollen alle Java-fähigen Browser bis Ende 1996 Anschluß an das Transaktionssystem CICS erhalten. Vor allem aber wirbt Big Blue mit den im Intranet-Einsatz wichtigen Sicherheits-Features für den CICS-Betrieb und die Version 4.1 des Internet Connection Server.