Dienstleistungen nehmen eine Schlüsselstellung ein

Big Blue bahnt sich viele Pfade ins Softwaregeschäft

01.03.1991

MÜNCHEN (CW) - Die IBM erschließt sich immer neue Wege in den lukrativen Softwaremarkt. Mit Eigenentwicklungen halten sich die Armonker zwar zurück, dafür engagieren sie sich um so mehr, wenn es gilt, sich Know-how zuzukaufen. Außerdem forciert der Konzern seine Bemühungen um das Geschäft mit Beratung, Integration und Facilities Management.

Das Ziel von IBMs Software-Aktivitäten: Bis 1995 wollen die Armonker 50 Prozent ihres Umsatzes in diesem Bereich erzielen. Nach

Informationen des britischen Branchendienstes "Computergram" hinkt Big Blue allerdings hinter dem selbstgesteckten Zeitplan zurück. Statt 30 Prozent - wie geplant - beträgt der Umsatzanteil der Software erst etwa 14 Prozent.

Im Bereich Facilities Management soll jetzt ein zentrales Service Council die Geschäftsaktivitäten koordinieren. Damit will IBM laut "Computergram" vor allein logistische Probleme lösen. Der Konzern verfüge zwar über qualifiziertes Personal für fast jede Aufgabe, es habe sich aber als ausgesprochen schwierig erwiesen, diese über die ganze Welt verstreuten Mitarbeiter in einem konkreten Projekt zusammenarbeiten zu lassen.

Was den Zukauf an Software-Know-how betrifft, so hat die CW-Schwesterpublikation "Computerword New Zealand" inzwischen 140 Unternehmen gezählt, bei denen IBM mehr als zehn Prozent der Aktien hält.