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Bieter-Kartell bei den UMTS-Auktionen?

18.05.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Branchenkenner rechnen damit, dass sich die an der Versteigerung deutscher UMTS-Lizenzen teilnehmenden Bieter untereinander absprechen könnten, um Gebote in erträglichen Dimensionen zu bewirken. Dies berichtet die "Wirtschaftswoche". Obwohl Absprachen verboten sind, sollen sich bislang allein antretende TK-Unternehmen wie SBC Communications, MCI Worldcom und Vivendi derzeit verstärkt über mögliche Zusammenschlüsse unterhalten. Auch wenn die Firmen bei den Auktionen scheinbar alleine antreten, könnten sie mit geheimen Absprachen dem Partner zum Sieg verhelfen. Dadurch würden statt der offiziellen zwölf effektiv nur sieben oder acht Bieter ins Rennen gehen. Experten zufolge könnten die Lizenzpreise dadurch erheblich gedrückt werden. Die Milliarden schweren UMTS-Lizenz-Auktionen stehen zunehmend im Kreuzfeuer der Kritik. Ersteigerten TK-Unternehmen die begehrten Mobilfunklizenzen der dritten Generation für ähnlich

hohe Summen wie vor kurzem in Großbritannien (CW Infonet berichtete), bliebe kein Geld für weitere Technologie-Investitionen übrig, befürchten die Gegner.