BI-Hersteller öffnen sich für Google

Sascha Alexander ist Manager Marketing & Kommunikation bei der QUNIS GmbH, Neubeuern, die auf Beratung und Projekte in der Business Intelligence, Big Data und Advanced Analytics spezialisiert ist. Zuvor war der Autor als Director Communications bei den Marktforschungs- und Beratungsunternehmen BARC und PAC tätig. Als ehemaliger Redakteur der COMPUTERWOCHE sowie Gründer und Chefredakteur des Portals und Magazins für Finanzvorstände CFOWORLD verbindet ihn zudem eine lange gemeinsame Zeit mit IDG.
Seine Themenschwerpunkte sind: Business Intelligence, Data Warehousing, Datenmanagement, Big Data, Advanced Analytics und BI Organisation.
Informationshungrige sollen künftig einfacher und schneller an Berichte und Analysen kommen. Hierzu paktiert die Industrie mit Google und IBM oder geht wie SAP eigene Wege.

Google will seine Erfolgsgeschichte im Web innerhalb der Unternehmensgrenzen fortschreiben. Hierzu entstand neben den Desktop-Angeboten die Produktfamilie "Google Search Appliance".

Hier lesen Sie ?

  • was Google für Enterprise-Search bietet;

  • was BI-Hersteller in die Ehe bringen;

  • wie IBM und SAP BI und Suche vereinen.

Cognos und Google vereint: In der Google-Oberfläche erscheinen nach der Abfrage Berichtsgrafiken, Links zu neuen Auswertungen zusammen mit Suchergebnissen aus dem Web.
Cognos und Google vereint: In der Google-Oberfläche erscheinen nach der Abfrage Berichtsgrafiken, Links zu neuen Auswertungen zusammen mit Suchergebnissen aus dem Web.

Sie enthält Pakete aus vorkonfigurierter Hardware und Suchtechnik, die neben Web- und Datei-Servern auch Verzeichnisse wie die von Content-Management-Systemen sowie relationalen Datenbanken für die Suche indizieren können soll. Das Lizenzmodell ist einfach und richtet sich nach der Zahl der indizierten Dokumente. In der Praxis verwehren allerdings insbesondere strukturierte Datenquellen wie etwa betriebswirtschaftliche Standardsoftware oder Business-Intelligence-Lösungen (BI) dem Google-Crawler den Zugriff. Hierfür wären spezielle Anwendungs- und Protokolladapter nötig, um etwa Metainformationen in Repositories oder Anwendungsobjekte erfassen zu können.

Anwender wollen Tuning

Auch lassen sich mit der Search Appliance laut Analysten die unternehmensspezifischen Berechtigungskonzepte für den Datenzugriff nur unzureichend abbilden. Und schließlich ist die Funktionsweise der Search Appliance umstritten: Sie nutzt als "Black box" interne Indizierungs- und Ranking-Verfahren, die dem Kunden verborgen bleiben. Doch zumindest professionelle Anwender wollen die unternehmensinterne Suche nach ihren Anforderungen "tunen" können und beispielsweise die Relevanz von Ergebnissen selbst bestimmen - eine Option, die andere Enterprise-Suchmaschinen von je her bieten.