SaaS-Bereitstellung

BI-Anbieter LucidEra vor dem Ausverkauf

Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
Das kalifornische BI-Startup LucidEra, Verfechter des SaaS-Modells, streicht Gerüchten zufolge die Segel. Der Vorfall dürfte On-Demand-Skeptikern Auftrieb verleihen.

LucidEra, ein Anbieter von Business-Intelligence-Lösungen (BI) im On-Demand-Modell, fährt Gerüchten zufolge das Geschäft zurück und bietet seine technologische Basis zum Verkauf an. Die CW-Schwesterpublikation "IDG News Service" zitiert eine nicht näher benannte Quelle, wonach das Unternehmen kein Neugeschäft mehr abschließt, sondern mit seinen Bestandskunden an der Transition der Daten arbeitet. Es sei nicht davon auszugehen, dass LucidEra als eigenständiges Unternehmen weiter aktiv sein wird, so die Quelle.

Einige Wettbewerber des Unternehmens wie PivotLink, Good Data und Birst haben rasch auf die Gerüchte reagiert. So bloggte Roman Stanek, CEO von Good Data, dass er nicht glücklich über das Verschwinden von LucidEra sei, weil der Vorgang ein schlechtes Licht auf das Marktsegment SaaS BI und die anderen Startups werfe. Dennoch sei er zuversichtlich, dass sich das Bereitstellungsmodell etabliere. Forrester Research kommt zu einem anderen Schluss: In einer Studie vom März prognostizieren die Analysten, dass sich SaaS BI voraussichtlich nicht durchsetzen wird.