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Neuer Trend im Online-Marketing

Bezahlte Suchwortanzeigen stark im Kommen

Diego Wyllie hat Wirtschaftsinformatik an der TU München studiert und verbringt als Softwareentwickler und Fachautor viel Zeit mit Schreiben – entweder Programmcode für Web- und Mobile-Anwendungen oder Fachartikel rund um Softwarethemen.
Suchmaschinenoptimierung, Usability, E-Mail und Web-Controlling gehören bereits seit vielen Jahren zum Pflichtprogramm des Online-Marketings. Bezahlte Suchwortanzeigen (Search Engine Marketing, kurz SEM) kommen jetzt noch hinzu.

Das geht aus der aktuell veröffentlichten Studie "Online-Marketing-Trends 2009" der Unternehmensberatung Absolit hervor. Demnach verstärken 53 Prozent der befragten Unternehmen ihr Online-Marketing, nur knapp acht Prozent reduzieren ihr Budget. Die oben genannten fünf Instrumente werden laut Studie von über drei Viertel der insgesamt 474 interviewten Firmen eingesetzt. Zunehmend interessant werde insbesondere das Schalten von Suchwortanzeigen: Der Anteil der Firmen, die auf SEM setzen, ist gegenüber dem Vorjahr von 67 auf 77 Prozent angewachsen, heißt es in der Studie.

Wie auch weitere Analysen belegen - siehe etwa "Social Media liegt im Trend" oder "Mitmach-Web als zentrales Medium für Kaufentscheidungen" - richten Unternehmen ihr Augenmerk verstärkt auf das Web 2.0. Der Absolit-Studie zufolge wollen sich elf Prozent mehr Unternehmen als 2007 verstärkt darum bemühen, in sozialen Netzwerken wie MySpace oder Facebook Präsenz zu zeigen.

Bloggen nicht mehr "in"

Weniger interessant als bislang angenommen seien indes Corporate Blogs: Sprachen sich 2007 noch knapp 60 Prozent der Unternehmen dafür aus, ihre Marketing-Aktivitäten in Blogs zu verstärken, sind es 2009 nur noch 48 Prozent, so die Studie weiter. Entscheidend sei in diesem Zusammenhang vor allem die Unfähigkeit der Verantwortlichen, mit ihren Online-Tagebüchern einen gewissen Grad von Authentizität zu vermitteln (vergleiche dazu die Ergebnisse einer aktuellen Forrester-Studie im weiteren COMPUTERWOCHE-Beitrag "Firmen-Blogs sind besonders unglaubwürdig").