Bewerben über das Netz wird salonfähig

01.09.2003
Stellensuchenden stehen inzwischen viele Informationsquellen zur Verfügung. Jobbörsen und Karriereseiten von Unternehmen steuern sie ganz selbstverständlich an. Nutzer schreiben Online- und Print-Stellenanzeigen die gleiche Bedeutung zu.

Die Jobsuche über das Netz hat einen festen Platz im Bewerbungsgeschehen. Interessierte stöbern in Jobbörsen nach Angeboten und informieren sich über die Homepage eines Unternehmens über die potenziellen Arbeitgeber. Inzwischen wünschen sich viele Firmen elektronische Bewerbungsmappen von ihren künftigen Mitarbeitern.

Eine Studie der Universität Frankfurt am Main und der Jobbörse Monster Deutschland analysiert das Verhalten von Jobsuchern im Internet. Die Forscher interessierte die Frage, welche Bedeutung Bewerber den Stellenanzeigen in Printmedien gegenüber denen in virtuellen Job-Boards beimessen. Insgesamt beantworteten 6200 Jobsuchende im Netz die Fragen. 52 Prozent gaben an, den Stellenmarkt in Zeitungen zu Rate zu ziehen. Elektronische Jobinserate berücksichtigen dagegen 64 Prozent, weitere 34 Prozent recherchieren auf den Firmen-Web-Seiten nach Angeboten. Qualitätsunterschiede zwischen Print- und Online-Anzeigen gibt es nach Meinung der Autoren nicht mehr.

Allerdings verlassen sich nicht alle Bewerber auf die beiden Informationskanäle. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten kommt eigenen Kontakten eine größere Bedeutung zu. 34 Prozent nutzen ihr persönliches Netzwerk zur Jobsuche, 23 Prozent setzen auf die Empfehlungen von Bekannten, und 38 Prozent vertrauen den Verbindungen eines Personalberaters. Das Arbeitsamt dient zwar 16 Prozent als Anlaufstelle, doch nur sieben Prozent erwarten eine Vermittlung durch die Behörde.

Zusatzinformationen auf Firmen-Websites

 Aus Sicht der Bewerber ergänzen sich Print- und Online-Stellenmärkte. 79 Prozent nennen das größere Angebot an Jobangeboten als Vorteil, weitere 68 Prozent die guten Vergleichsmöglichkeiten zwischen den einzelnen Offerten. Die unternehmenseigenen Web-Seiten versorgen jeden zweiten Jobsuchenden mit nützlichen Zusatzinformationen.

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