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Bewegte Bilder

14.02.2008
Von Handelsblatt 
Microsoft baut mit Silverlight eine Konkurrenz zu Adobe Flash auf. Die Software macht Webseiten bunter - und kommt immer öfter zum Einsatz.Das Herunterladen des Programms ist ungefährlich

Neue Programme, neue Updates, neue Plugins: Wer viel im Internet unterwegs ist, muss seine Software ständig aktualisieren. Doch jede Erweiterung ist auch ein Sicherheitsrisiko. Viele Unternehmen erlauben deshalb nicht, dass ihre Mitarbeiter selbstständig eine Erweiterung installieren. Die Folge:Webseiten, die das neue Plugin brauchen, lassen sich nicht mehr darstellen.

Viele Internetnutzer sind daher verunsichert, welche Zusatzprogramme sie nutzen sollen. Eines davon ist ein immer häufiger benötigtes Plugin von Microsoft: Silverlight. Wenn es auf einer Webseite fehlt, erscheint ein Hinweis auf dem Bildschirm. Es lässt sich dann schnell per Mausklick installieren. Unter www.microsoft.com/silverlight gibt es nicht nur das Plugin, sondern auch Beispiele, was Silverlight leistet.

Das Programm ist mit seinem Rivalen Adobe Flash vergleichbar. Spätestens seit dem Erfolg von Videoplattformen wie Youtube und Google Video ist diese Software auf nahezu jedem Rechner vorhanden. Das kostenlose Plugin ist unter www.adobe.de erhältlich und spendiert dem Browser viele zusätzliche Funktionen. Mit Flash lassen sich Animationen anzeigen, interaktive Webseiten bauen und Videos anzeigen.

Während die Adobe-Software längst zum Standard in der Internetwelt geworden ist, greifen nun immer mehr Webdesigner auch zum Konkurrenzprodukt Silverlight. Dieses hat ähnliche Vorzüge wie Flash und bietet auch zusätzlichen Komfort. Am beeindruckendsten ist die Suchmaschine Tafiti unter www.tafiti.com. Die Ergebnisse erscheinen schnell und ansprechend präsentiert.

Sinnvoll ist dies auf Webseiten, die unterhalten oder auf denen es um ein Einkaufserlebnis geht. Das Programm ist keine zwei Megabyte groß und schnell installiert. Es existiert bereits für Internet Explorer, Firefox und Safari, für Windows und Apple Mac OS. Bei Vista ist Silverlight serienmäßig vorhanden. Das Softwareunternehmen Novell entwickelt zudem eine Silverlight-Variante für Linux mit dem Namen Moonlight.

Für Webdesigner haben diese Techniken Vorteile. In Flash oder Silverlight entwickelte Seiten oder Animationen sehen auf jedem Rechner gleich aus, egal welches Betriebssystem oder welchen Browser er einsetzt. Außerdem gibt es komfortable Baukasten-Systeme, mit denen sich mit geringem Aufwand Projekte zusammenstellen lassen. Beide Programme sind zum komfortablen Internetsurfen unerlässlich - und ungefährlich. Privatnutzer sollten sich daher nicht von der Installation abhalten lassen, auch wenn in der Firma erst die Zustimmung des Administrators nötig ist.