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Betrug beim Autokauf im Internet hat Konjunktur

09.07.2007
Der ADAC fordert, dass Online-Portale für den Autokauf verbindliche Standards einführen und anonyme Anmeldungen unterbinden.

Beim Autokauf im Internet ist nach Einschätzung der Kfz-Händler Vorsicht geboten. Der Geschäftsführer des Bundesverbandes freier Kfz-Händler (BVfK), Ansgar Klein, warnte im Nachrichtenmagazin "Focus", etwa 20 Prozent der in den großen Online-Portalen angeboten Fahrzeuge seien von Betrügern eingestellt. Das Netz biete den Gaunern die Möglichkeit, zigtausende Interessenten im Schutz der Anonymität zu kontaktieren. Nach einer Schätzung der Kriminalpolizei München verursachten Online-Betrüger binnen zwei Jahren einen Schaden in Höhe von 15 Millionen Euro.

Um dem grassierenden Internet-Betrug Herr zu werden, fordert der ADAC die Betreiber der Online-Portale auf, verbindliche Standards einzuführen. Es dürfe keine anonymen Anmeldungen mehr geben, Angebote in den Börsen müssten verbindlich sein. ADAC-Jurist Ulrich May zufolge sollten die Betreiber ein Bewertungssystem und eine Schlichtungsstelle einrichten. (dpa/ajf)