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Betriebsrat stellt sich gegen Umbau von Siemens I&S

02.09.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Siemens will seine verlustreiche Dienstleistungstochter Industrial Solutions and Services (I&S) neu strukturieren und im Zuge dessen weltweit 7000 Stellen – das entspricht 23 Prozent der Belegschaft – abbauen. Nach den für die kommenden Monate geplanten Ausgliederungen und Verkäufen diverser Abteilungen soll sich die im Bereich elektrotechnischer Dienstleistungen extrem breit aufgestellte Siemens-Tochter mit Sitz in Erlangen nur noch auf den Bau und die Modernisierung von Industrieanlagen und deren Betrieb konzentrieren. Damit will I&S-Chef Ole Haslestad die Vorgabe von Konzernleiter Heinrich von Pierer erreichen, im kommenden Jahr eine Rendite von mindestens vier Prozent zu erzielen. In den ersten neune Monaten des laufenden Geschäftsjahres lag die Rendite von I&S bei minus 2,2 Prozent.

Potenzielle Interessenten für die betreffenden Aktivitäten hat I&S zwar bereits gefunden, die Verhandlungen sind jedoch ins Stocken geraten, da der Betriebsrat sein Veto gegen den Sanierungsplan eingelegt hat. Er fordert anstelle der Verkäufe eine Zusammenführung der einzelnen Sparten zu einem Geschäftsbereich mit rund 15.000 Beschäftigten. (sp)