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Beta Systems schafft Turnaround

20.03.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Beta Systems Software AG ist es im Geschäftsjahr 2002 erstmals seit 1997 wieder gelungen, mit 300.000 Euro einen leichten Nettogewinn auszuweisen. Im Vorjahr hatte das Berliner Softwarehaus noch einen Verlust von 10,5 Millionen Euro zu beklagen. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich das Unternehmen von minus 7,3 Millionen auf plus 100.000 Euro.

Die Einnahmen lagen mit 45,1 Millionen Euro leicht über Vorjahresniveau (45 Millionen Euro). Dabei stieg allerdings der Umsatz im Bereich Dokumenten-Management um 6,8 Prozent, während die Erlöse in den Sparten Data-Center- und Storage-Management um 1,5 beziehungsweise 10,6 Prozent zurückgingen. Unterm Strich warfen die Geschäftsfelder Data-Center- und Document-Management einen EBITDA-Gewinn von 4,2 Millionen beziehungsweise 1,5 Millionen Euro ab. Die Sparte Storage-Management blieb dagegen mit einem operativen Verlust von 5,2 Millionen Euro hinter den Erwartungen zurück. Beta hatte aber bereits im Jahresverlauf die Konsequenzen gezogen und die "Tantia"-Vertriebsgesellschaft in Boulder, Colorado, geschlossen (Computerwoche online berichtete). Dank eines positiven operativen Cashflows von 6,3 Millionen Euro steigerte Beta Systems die Liquidität bis Jahresende von

13,7 Millionen auf 18,2 Millionen Euro.

Vorstandsvorsitzender Karl-Joachim Veigel sieht in dem Turnaround die Bestätigung, dass das im Mai 2001 gestartete "Acht Punkte"-Programm insgesamt erfolgreich und bereits vor Ablauf der ursprünglich vorgesehenen 2-Jahres-Frist umgesetzt wurde. Nach der Übernahme der Kölner Systor Security Solutions GmbH geht Veigel davon aus, die Einnahmen im laufenden Geschäftsjahr auf über 50 Millionen Euro zu steigern und das EBT-Plus (2002: 2,3 Millionen Euro) nachhaltig zu verbessern. (mb)