True Cloud Stories

Best in Cloud - die Kategorien

Spezialgebiet Business-Software: Business Intelligence, Big Data, CRM, ECM und ERP; Betreuung von News und Titel-Strecken in der Print-Ausgabe der COMPUTERWOCHE.
Heinrich Vaske ist Chefredakteur der COMPUTERWOCHE und verantwortlich im Sinne des Presserechts (v.i.S.d.P.). Seine wichtigste Aufgabe ist die inhaltliche Ausrichtung der Computerwoche - im Web und in der Zeitschrift. Vaske verantwortet außerdem inhaltlich die Sonderpublikationen, Social-Web-Engagements und Mobile-Produkte der COMPUTERWOCHE und moderiert Veranstaltungen. Weitere Interessen: der SV Werder Bremen, Doppelkopf und Bücher - etwa die von P.G. Woodhouse.
Erzählen Sie uns Ihre True-Cloud-Story! Die COMPUTERWOCHE prämiert die besten Cloud-Projekte in diesen Kategorien:

Infrastructure as a Service (IaaS):

Mit IaaS stellen die Anbieter ihren Kunden im Rahmen von Cloud Computing grundlegende IT-Infrastruktur-Ressourcen wie beispielsweise Rechen-, Netz- oder Speicherkapazitäten zur Verfügung, die sich je nach Bedarf skalieren lassen. Die IaaS-Nutzer behalten in diesem Modell die Kontrolle über die Software-Infrastruktur wie Betriebssysteme und Datenbanken sowie die Anwendungen, die auf die zusätzlichen in der Cloud bereitgestellten Ressourcen zugreifen.

IaaS eignet sich beispielsweise dafür, zeitlich begrenzte Lastspitzen im eigenen IT-Betrieb abzufangen, ohne dafür selbst Infrastruktur anschaffen zu müssen. Abgerechnet wird dabei nach dem Verbrauch, beispielsweise nach CPU-Power pro Stunde oder Speicherplatz pro Monat. Bekannte Beispiele für IaaS sind die Elastic-Compute-Cloud (EC2) von Amazon.com sowie diverse Online-Speicher wie Dropbox, Skydrive (Microsoft) oder das neue Google-Drive.

Platform as a Service (PaaS):

PaaS-Angebote reichen über die Bereitstellung von reinen Hardware-Infrastruktur-Komponenten hinaus. Die Kunden erhalten mit PaaS Services zusätzliche Software-Infrastruktur, um Cloud-basierte Anwendungen auszuführen beziehungsweise zu erstellen. Der PaaS-Provider stellt alle dafür benötigten Ressourcen wie Rechenleistung, Speicher, Netzwerk sowie die Softwareinfrastruktur wie Middleware, Datenbanken und Entwicklungsumgebung bereit.

Darüber hinaus gibt es in aller Regel verschiedene Tools wie zum Beispiel Monitoring-Funktionen, mit denen sich das Laufzeitverhalten der Anwendungen überwachen lässt, und Sicherheits-Funktionen. Abgerechnet werden PaaS-Leistungen nach Ressourcen-Verbrauch oder nutzungsabhängig (Zahl der User pro Zeiteinheit) beziehungsweise in einem kombinierten Modell. Unternehmen wie T-Systems, Fujitsu oder Microsoft (Azure) versuchen mit ihren PaaS-Angeboten Cloud-Ökosysteme aufzubauen.

Software as a Service (SaaS):

Im SaaS-Modell bieten Softwareanbieter ihre Applikationen zur Nutzung in der Cloud an. Der Cloud-Provider kümmert sich dabei um sämtliche technischen Betriebsaspekte der Anwendungen. Das reicht von der notwendigen Infrastruktur bis zur Administration und Updates der Cloud-Applikationen. Die Nutzer greifen über das Internet und ihren Browser auf die SaaS-Programme zu. Die Anschaffung eigener Softwarelizenzen entfällt bei der Nutzung von SaaS-Angeboten.

Meist handelt sich dabei um standardisierte Anwendungsservices, die sich nur begrenzt an individuelle Anforderungen anpassen lassen. Abgerechnet wird im SaaS-Modus in aller Regel nutzungsabhängig, oft nach Zahl der Anwender und Monat oder dem Umfang der genutzten Funktionen. Bekannt wurde die SaaS-Idee vor allem durch die CRM-on-Demand-Angebote von Salesforce.com.

…jeweils in den Unterkategorien Public Cloud, Private Cloud und Hybrid Cloud.

Public Cloud:

Eine beliebig große Anzahl an Kunden bezieht Rechen-, Speicher- und/oder Softwareleistungen als öffentlich verfügbaren, skalierbaren Service von einem externen Dienstleister. Der Vorteil besteht darin, dass Kapazitäten nicht en bloc teuer eingekauft, installiert und ständig vorgehalten werden müssen, sondern anforderungsbezogen schnell und flexibel auf Mietbasis eingesetzt werden können. Abgerechnet wird im Idealfall nach Nutzung.

Public Clouds gibt es in zwei Varianten. Bei offenen Clouds kennen sich Anwender und Nutzer nicht, die Offerten werden ohne Feedback vom Kunden in Form von SLAs festgeschrieben. Geschäftsabschluss und Nutzung von Instanzen laufen vollautomatisch ab. Populäres Beispiel sind die Amazon Web Services, bei denen Nutzer beliebig Speicher- und Rechenkapazitäten einkaufen und zuschalten können. Dagegen zeichnen sich Exklusive Clouds dadurch aus, dass zwischen Kunden und Anbieter vertragliche Konditionen fest vereinbart werden.

Private Cloud:

Unternehmen stellen internen Benutzern IT-Ressourcen als Service aus dem eigenen, gut gesicherten Rechenzentrum bereit. Typische Eigenschaften einer solchen Private-Cloud sind Selbstbedienungsmechanismen, damit interne Kunden bestimmte Leistungen aus der Cloud konfigurieren und freischalten zu können, sowie im Hintergrund Virtualisierung, Skalierbarkeit, Automatisierung und ein eigenes Rechenzentrum (oder der geschützte, kundenspezifische Bereich eines Dienstleistungs-Rechenzentrums). Unternehmen realisieren Private Clouds auf Konzern- oder auf Abteilungsebene, manchmal auch lediglich zu Testzwecken.

Hybrid Cloud:

Wenn Unternehmen eine Private Cloud betreiben und dabei als Failover-Strategie oder um Belastungsspitzen abzufangen auf die Leistungen einer Public Cloud zurückgreifen, spricht man von der Mischform Hybrid Cloud. Beide Welten existieren für sich, werden aber durch offene oder proprietäre Techniken miteinander verbunden, um Portabilität auf Daten- und Anwendungsebene sicherzustellen.

Einige Unternehmen, u.a. Microsoft, fassen den Hybrid-Cloud-Definition weiter, indem sie auch die Integration unternehmensintern eingesetzter On-premise-Anwendungen mit der privaten oder öffentlichen Cloud einbeziehen.