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Bertelsmann verschiebt Börsengang von BOL

04.05.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Internet-Buchhändler BOL wird vorerst nicht an die Börse gehen. Das hat die Muttergesellschaft Bertelsmann beschlossen. Vorstandsmitglied Klaus Eierhoff begründete den Rückzieher mit einem " nicht idealen Kapitalmarktumfeld für Internet-Werte. Ursprünglich wollte der Konzern im Mai 20 Prozent des Grundkaptials an die Börse bringen. Der Ausbau und die Internationalisierung von BOL sollen laut Bertelsmann jedoch weiterbetrieben werden. Hierzu wollen die Gütersloher rund 550 Millionen Mark investieren. Der Internet-Händler betreibt in zwölf Ländern eigenständige Shops. Hintergrund für die Entscheidung könnten die schlechten Erfahrungen beim Börsengang von Lycos Europe, einem Joint-venture zwischen US-Portal Lycos und Bertelsmann, gewesen sein, dessen aktueller Kurswert von rund 17 Euro immer

noch unter dem Ausgabepreis von 24 Euro liegt.