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Bertelsmann: Keine Angst vor neuen Medien

08.06.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Klaus Eierhoff, Vorstandsmitglied des Gütersloher Medienriesen Bertelsmann AG, hat vor übertriebenem Pessimismus bei der Beurteilung neuer Medien gewarnt. Das Internet mache die Menschen weder heimatlos noch führe es zu Beziehungsarmut. Eierhoff reagierte mit seiner Stellungnahme auf Äußerungen des Freizeitforschers Horst Opaschowski in bezug auf eine Studie des BAT-Freizeitforschungsinstituts. Dessen "kulturpessimistischen Unkenrufe" leisten nach Ansicht des Bertelsmann-Managers keinen Beitrag zur Zukunftsgestaltung des Landes und der Gesellschaft. Vielmehr sei das weltweite Netz geradezu ein Katalysator zwischenmenschlicher Prozesse und leiste zudem einen wichtigen Beitrag zur Demokratisierung des Wissens, meint der Bertelsmann-Boß, der als Unternehmenslenker kürzlich die Weichen für ein rasches Wachstum im Web-Business gestellt (und somit ein gesundes Eigeninteresse) hat.